Wie aus Spezialismus Struktur wurde
Ende des Jahres 2025 feierten wir das 40-jährige Bestehen von Liemar. Ein Meilenstein, auf den wir natürlich stolz sind und den wir nicht stillschweigend an uns vorüberziehen lassen werden. Deshalb werden wir in den kommenden Monaten in einer Reihe von Artikeln auf das Wachstum und die Entwicklung unseres schönen Unternehmens zurückblicken. In diesem zweiten Artikel blicken wir auf das zweite Jahrzehnt, in dem Liemar den Grundstein für den Erfolg gelegt hat.
Im vorigen Artikel haben wir gesehen, wie Liemar seine Richtung im Stahlbau gefunden hat. Die Wahl war getroffen: kein breiter Softwareanbieter, sondern ein Spezialist in einem projektbezogenen Sektor. Im zweiten Jahrzehnt ging es um die Ausarbeitung. Wie setzt man eine Überzeugung in ein System um, das täglich Unterstützung bietet? Wie stellt man sicher, dass die Spezialisierung nicht ein Versprechen bleibt, sondern zu einer praktikablen Realität wird?
Die 11-20er Jahre waren die Zeit, in der Liemar ein starkes Fundament aufbaute. Mit neuen Mitarbeitern, klaren Entscheidungen und einer immer engeren Beziehung zur Praxis.
Im zweiten Jahrzehnt begann Barry van den Reek bei Liemar. Es begann mit einem Praktikum für Hochschulabsolventen im Jahr 1999. Wer hätte gedacht, dass daraus eine Karriere von (bisher) 27 Jahren werden würde? Und wie wichtig seine Vision für das Unternehmen werden würde?
Barrys Abschlussarbeit drehte sich um Planung. Ein Thema, das die tägliche Dynamik in Stahlbauunternehmen bestimmt. Denn wer mit Projekten, wechselnden Kapazitäten und engen Terminen arbeitet, weiß, wie schnell der Überblick verloren gehen kann.
Barry entschied sich, nicht nur zu analysieren, sondern vor allem zuzuhören. Er besuchte Stahlbauer im ganzen Land und stellte ihnen eine Frage: Wie planen Sie? Aus diesen Gesprächen wurde das erste Planungsmodul geboren. Dabei handelte es sich nicht um ein theoretisches Modell, sondern um eine Übersetzung dessen, was in der Praxis tatsächlich gebraucht wurde. Dieses Modul bildet auch heute noch eine stabile Grundlage für das System.
Obwohl man sich im ersten Jahrzehnt dafür entschied, sich auf den projektbezogenen Sektor zu spezialisieren, arbeitete Liemar in diesen Jahren immer noch an Lösungen für verschiedene Branchen. Aber jedes Mal stellte sich das Gleiche heraus: die Verbindung war nie vollständig. Das System funktionierte, traf aber den Kern des Prozesses nicht vollständig.
Jan van Hapert gab bei der TU/e eine Studie über den Stahlbaumarkt in Auftrag. Untersucht wurde, wie groß der Markt ist, welche Softwareangebote es bereits gibt und wo der Bedarf liegt. Der Bericht zeigte, was Jan bereits vermutete: Die Stahlbaubranche war eine Chance für Liemar. Eine umfassende Branchenlösung gab es noch nicht. Ein Paket, das Stahlbauer von der Kalkulation und dem Angebot über die Ausführung in der Werkstatt bis hin zur Rechnungsstellung unterstützte. Liemar entschied sich, in die eigene Softwareentwicklung zu investieren.
Durch die ausschließliche Konzentration auf den Stahlbau wurde eine bessere Übereinstimmung mit den Nutzern erreicht. Nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch in Bezug auf den Inhalt. Das Paket begann, die Dynamik der Branche widerzuspiegeln.
In dieser Zeit begrüßte Liemar neue Stahlbauunternehmen, die auch heute noch Kunden sind. Sie erlebten die ersten Versionen, wuchsen mit dem System und investierten weiter in die Professionalisierung. Diese langfristige Partnerschaft ist vielleicht die greifbarste Bestätigung für den damals eingeschlagenen Weg.

Im zweiten Jahrzehnt wurde deutlich, dass die Haftung im Stahlbau nicht nur in der Registrierung, sondern vor allem in der Struktur besteht. Projekte bestehen aus zahlreichen Teiltätigkeiten. Wenn alles gleichzeitig nach Aufmerksamkeit verlangt, entsteht Unruhe. Indem man die Tätigkeiten aufschlüsselt, logisch organisiert und konsequent abarbeitet, kann man wieder Ruhe in die Ausführung bringen.
Die Planung wurde so zu mehr als einer Funktionalität. Sie wurde zu einer Arbeitsweise. Nicht indem sie Flexibilität ausschließt, sondern indem sie sie innerhalb klarer Rahmenbedingungen ermöglicht. Bei dieser Entwicklung zeigte sich eine weitere wichtige Erkenntnis: Veränderungen erfordern mehr als nur Software, sie erfordern Verhaltensänderungen. Die Arbeit mit Liemar bedeutet daher, dass die Stahlbauer bereit sein müssen, ihre eigenen Prozesse anders zu betrachten.
In den folgenden Jahren wurde das System auf der Grundlage der praktischen Erfahrungen immer weiter entwickelt. Jeder Stahlbauer arbeitet etwas anders, jede Organisation hat ihre eigenen Schwerpunkte. Dennoch wurde nicht jeder Wunsch automatisch in neue Funktionen umgesetzt. Eine immer wiederkehrende Frage war: Warum macht ihr das so?
Wenn ein Wunsch weiter verbreitet war und zu Liemars Vision von projektbasierter Arbeit passte, wurde er in die Entwicklung einbezogen. Dazu gehörte auch ein regelmäßiger kritischer Blick auf die bestehenden Module. Könnte etwas bereinigt werden? Wie können wir das Paket übersichtlich halten?
In dieser Zeit haben auch die Dashboards und Übersichten eine größere Bedeutung erlangt. Ein Beispiel ist das Projektkosten-Dashboard: ein Bildschirm, der Projektkosten, Gemeinkosten und Arbeitsstunden kombiniert. Es ist nicht der einfachste Bildschirm im Paket, aber wer ihn lesen kann, hat den Durchblick. Und Einsicht ist nach wie vor die Grundlage von Grip.
Im folgenden Artikel blicken wir zurück auf das dritte Jahrzehnt von Liemar, einen denkwürdigen Stahlbautag und das allererste Liemar-Bier.
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