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HV-Systeme von EN 14399 bis DASt 021
Obwohl die Norm EN 14399-4 im Stahl- und Infrastrukturbau nach wie vor das am häufigsten verwendete Hochspannungssystem darstellt, stellt Stafa fest, dass Projekte zunehmend ergänzende oder projektspezifische Lösungen erfordern.

HV-Systeme von EN 14399 bis DASt 021 

Im Stahl- und Infrastrukturbau werden Befestigungsmaterialien immer spezifischer. Moderne Stahlkonstruktionen, Brückensanierungen und dynamisch belastete Verbindungen stellen zunehmend zusätzliche Anforderungen hinsichtlich Passgenauigkeit, Vorspannung, Toleranzen und Dokumentation. Stafa unterstützt Unternehmen täglich mit hochwertigen HV-Lösungen für konstruktive Anwendungen. Das Sortiment reicht dabei von Standard-HV-Systemen gemäß EN 14399 bis hin zu hochwertigen und projektspezifischen Lösungen gemäß DASt 021. Gemeinsam mit dem Produktspezialisten Thomas van Leeuwen werfen wir einen Blick auf das Sortiment.

Wir beginnen mit dem HR-System gemäß EN 14399-3. “Dieses wird vor allem bei international ausgerichteten Projekten oder bei Projekten eingesetzt, für die spezifische technische Vorschriften gelten”, erklärt Van Leeuwen. “Darüber hinaus kommen viele Friedberg-HV-Systeme gemäß EN 14399-4 zum Einsatz. Diese Systeme wurden für vorgespannte Verbindungen entwickelt, bei denen eine kontrollierte Vorspannkraft erforderlich ist. Der Standardbereich reicht dabei in der Regel bis einschließlich M36. Bei vielen Projekten ist dies nach wie vor das am häufigsten eingesetzte HV-System.”

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Stafa unterstützt Unternehmen täglich mit hochwertigen HV-Lösungen für den Bau.

Sanierungsprojekte

Mit Blick auf Sanierungsprojekte stellt Van Leeuwen eine steigende Nachfrage nach Friedberg-Injektionssystemen auf Basis der Norm EN 14399-4 fest. “Dabei wird eine Standard-HV-Schraube mit einer Injektionsbohrung versehen, woraufhin ein Zweikomponentenharz aufgetragen wird, um Toleranzen zwischen Schraube und Bohrloch vollständig auszufüllen”, erklärt er. “Bei diesen Systemen kommen spezielle Ringe mit Nut- und Federverbindung zum Einsatz, damit sich das Harz kontrolliert um die Verbindung herum verteilen kann.”

Passschrauben

Friedberg-HV-Passschrauben nach EN 14399-8 werden ihrerseits immer häufiger bei Verbindungen eingesetzt, bei denen eine sehr genaue Passung zwischen Schraube und Bohrung erforderlich ist. 

DASt021-Lösungen

“Bei komplexen Stahl-, Infrastruktur- und Windkraftanlagenprojekten wird zudem regelmäßig nach DASt021 gearbeitet”, sagt Van Leeuwen. “Während Standard-Systeme nach EN 14399-4 in der Regel bis M36 reichen, gehen DASt021-Lösungen noch einen Schritt weiter: von M39 bis einschließlich M72. Diese größeren Verbindungen werden für Anwendungen hergestellt, bei denen hohe Anforderungen an Passgenauigkeit, Vorspannung und Dokumentation gestellt werden.”

ROK-Tests

Bei Projekten von Rijkswaterstaat gelten in der Regel zusätzliche ROK-Prüfungen, weiß Van Leeuwen. “Dabei spielt die Härte eine wichtige Rolle. Während die Norm EN 14399 für die Festigkeitsklasse 10.9 höhere Härtewerte zulässt (min. 320 HV, max. 380 HV), schreiben die ROK-Richtlinien von Rijkswaterstaat für feuerverzinkte Vorspannverbindungen eine maximale Härte von 370 HV vor, um das Risiko einer Wasserstoffversprödung zu begrenzen. Friedberg produziert bereits seit Jahrzehnten konsequent unterhalb dieses Grenzwerts und wird daher häufig in niederländischen Infrastrukturprojekten eingesetzt, bei denen zusätzliche ROK-Prüfungen vorgeschrieben sind. Friedberg steht für hochwertige deutsche Qualität, präzise Toleranzen und zuverlässige Leistung in kritischen baulichen Anwendungen.”

Obwohl die Norm EN 14399-4 im Stahl- und Infrastrukturbau nach wie vor das am häufigsten verwendete HV-System darstellt, stellt Stafa fest, dass Projekte zunehmend ergänzende oder projektspezifische Lösungen erfordern. “Je nach Anwendungsfall können HR-Systeme, Injektionssysteme, HV-Passschrauben oder DASt021-Lösungen dabei eine wichtige Rolle spielen”, fasst Van Leeuwen zusammen. “Gerade bei dieser Art von Projekten geht es letztendlich nicht nur um die Lieferung von Befestigungsmaterialien, sondern vor allem um Zuverlässigkeit, Dokumentation und einen Lieferanten, der versteht, welche Anforderungen moderne Stahl- und Infrastrukturprojekte heutzutage stellen.” 

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