Für ein umfangreiches Erweiterungsprojekt einer großen Bank in Amsterdam lieferte Willems Anker in Zusammenarbeit mit Staalbouw Bakhuizen über 220 schwere Windverbände. Laut Vertriebsleiter Marcel van der Wielen zeichnet sich das Projekt nicht nur durch seinen Umfang aus, sondern vor allem durch die Kombination aus außergewöhnlich hohen Belastungen, einer komplexen Logistik und ständigen technischen Anpassungen während der Ausführung.
Wer die enormen Abmessungen der verwendeten Zugstangen sieht, versteht sofort, dass es sich hier nicht um eine Standard-Stahlkonstruktion handelt. Für den Anbau im Herzen von Amsterdam musste die Stabilität des Gebäudes unter allen Umständen gewährleistet bleiben. “In dieser Konstruktion wirken große Kräfte, weshalb schwere Windverbände erforderlich waren”, erklärt Van der Wielen. “Deshalb hat man sich für Zugstangen mit den Durchmessern M60 und M80 entschieden.”

Obwohl Windverstrebungen in Stahlbauprojekten eine bekannte Anwendung sind, handelt es sich hier laut Van der Wielen um ein Projekt von außergewöhnlichem Umfang. “Die kleineren Durchmesser liefern wir regelmäßig, aber diese großen Abmessungen sieht man nicht oft. Allein die Anzahl von über 220 Stück in den Größen M60 und M80 macht dieses Projekt zu etwas Besonderem. Und die schwerste Ausführung innerhalb dieses Projekts kann Lasten von über 211 Tonnen aufnehmen.”
Die massiven Zugstangen stellten auch fertigungstechnische Herausforderungen dar. “Einige Zugstangen haben ein Eigengewicht von etwa 200 Kilogramm. Das erfordert natürlich einen ganz anderen Ansatz bei der Fertigung und Handhabung.” Darüber hinaus wurden nicht nur Standard-Mittelplatten verwendet, sondern Willems Anker entwickelte speziell für dieses Projekt auch exklusive Sonderanfertigungen. “Unsere Standard-Mittelplatten waren nicht in allen Fällen geeignet. Deshalb haben wir speziell für dieses Projekt auch größere Platten entwickelt, mit Abmessungen von bis zu 60 mal 90 Zentimetern.” Alle Bauteile wurden in RAL 7016 lackiert – ein Wunsch des Auftraggebers aufgrund der optischen Qualität der Konstruktion. “Das verleiht dem Ganzen zudem eine exklusive Ausstrahlung.”
Ein wichtiger Aspekt des Projekts war die schrittweise Umsetzung. Zwischen Mitte September 2024 und Mitte Mai 2025 wurden die Windverbände in neun Phasen geliefert und montiert. Laut Van der Wielen erforderte dies eine ständige Abstimmung zwischen allen beteiligten Parteien. “Bei solchen Projekten beginnt man mit einem groben Entwurf. Danach wird alles weiter ausgearbeitet, und es folgen immer wieder neue Maßangaben und zusätzliche Informationen. Daher mussten wir ständig neu berechnen, produzieren und liefern.” Die logistische Planung spielte dabei eine entscheidende Rolle. “Das Material stand nicht schon Wochen im Voraus bereit. Es war wirklich ein kontinuierlicher Prozess des Anpassens, Ausarbeitens und der Just-in-Time-Lieferung für die Montage.” Auch während der Ausführung blieb Flexibilität unerlässlich. “Wir hatten viel Kontakt mit dem Bauleiter auf der Baustelle. Selbst in letzter Minute gab es noch Änderungen und Anpassungen. Das erfordert vom Team eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit.”


Aufgrund der tragenden Funktion galten für alle Bauteile strenge Qualitätsanforderungen. “Alle Werkstoffe wurden mit 3.1-Werkstoffzertifikaten geliefert und gemäß den Anforderungen der Norm EN 1090 in der Ausführungsklasse EXC2 hergestellt.”
Laut Van der Wielen lag die Stärke des Projekts vor allem in der Zusammenarbeit. “Mit unserem Kunden Staalbouw Bakhuizen haben wir kurze Kommunikationswege und können schnell reagieren. Gerade bei diesen großen Durchmessern mussten wir ständig gemeinsam prüfen, was technisch möglich war und wie schnell wir liefern konnten.” Besonders stolz ist er auf das Endergebnis und die Präzision des gesamten Prozesses. “Wir erhielten Maßangaben auf der Grundlage von Zeichnungen, und letztendlich passte alles nahezu perfekt. Darauf sind wir als Team wirklich stolz.” Seiner Meinung nach zeigt das Projekt zudem sehr gut, wofür Willems Anker steht. “In diesem Projekt kommen alle unsere Fachbereiche zusammen: der Einsatz unserer Anker in Stahl, Beton und Holz. Auch das macht es für uns zu einem besonderen Referenzprojekt.”
