Plattform zu Beton und Stahl im Bauwesen
Nachhaltigkeit ohne an Schwung zu verlieren
Die ersten Wohnbauprojekte, bei denen (teilweise) Geopolymerbeton zum Einsatz kam, sind bereits realisiert worden.

Nachhaltigkeit fördern, ohne an Schwung zu verlieren 

Ausweitung des Einsatzes von Geopolymerbeton

Die Baubranche befindet sich an einem Wendepunkt. Der Druck, schneller, effizienter und kostengünstiger zu bauen, nimmt zu, während gleichzeitig die Anforderungen an Nachhaltigkeit und CO₂-Reduzierung immer strenger werden. Herkömmlicher Beton spielt dabei eine doppelte Rolle: Er ist für die Baupraxis unverzichtbar, trägt aber erheblich zu den weltweiten Emissionen bei. Vor diesem Hintergrund gewinnt Geopolymerbeton rasch an Boden. Dieses Material ermöglicht die Realisierung von Betonkonstruktionen ohne den Einsatz von Zement und damit mit einer drastisch geringeren Umweltbelastung. Die MBS-Gruppe arbeitet bereits daran, dessen Anwendung auszuweiten.

Nachhaltigkeit ohne an Schwung zu verlieren  1

In der Welt des Beton- und Stahlbaus werden Innovationen oft anhand ihrer Auswirkungen auf den Bauprozess bewertet. Neue Materialien bedeuten meist neue Normen, andere Ausführungsdetails, angepasste Produktionslinien oder zusätzliche Risiken. Geopolymerbeton durchbricht dieses Muster. Er ist in der Anwendung technisch vertraut, in seiner Zusammensetzung jedoch grundlegend anders. Genau diese Kombination macht ihn für die Branche relevant. Geopolymerbeton ist Beton ohne Zement: Dieser traditionelle Bestandteil wird durch ein Bindemittel auf Basis mineralischer Rohstoffe und industrieller Restströme, darunter hochwertige Stahlschlacken, ersetzt. Das Ergebnis ist ein steinartiges Material mit einer vergleichbaren Festigkeit, Dauerhaftigkeit und Verarbeitbarkeit wie herkömmlicher Beton.

Kontinuität

“Dieser Umstieg erfordert in der Praxis keine Anpassung des Bausystems”, so Victor Woesthuis, Marketingmanager der MBS Groep. “Bei Fertigteilanwendungen bleibt der Prozess nahezu identisch. Planung, Bewehrung, Schalung, Produktion, Transport und Montage laufen wie gewohnt ab. Gerade diese Systemkontinuität ist entscheidend, um Nachhaltigkeitsgewinne zu erzielen, ohne den Bauprozess zu verlangsamen. Eine wichtige Voraussetzung für die Skalierung. Die Baubranche steht unter Druck, schneller und kostengünstiger zu liefern, während Nachhaltigkeit bei Ausschreibungen immer mehr Gewicht erhält. Ein Material, das zwar besser in Sachen Umwelt abschneidet, den Prozess aber komplizierter macht, hat kaum eine Chance. Geopolymerbeton zeigt, dass es auch anders geht.”

Überprüfung

Technisch gesehen erfordert Geopolymerbeton eine andere Bemessung. Die bestehenden Normen und Berechnungsregeln wurden nämlich für zementgebundene Systeme entwickelt. Woesthuis: “In der Praxis wurde hierfür eine alternative Prüfmethode entwickelt, mit der die statischen Eigenschaften nachweisbar und reproduzierbar erfasst werden. Dieser Ansatz wurde inzwischen erfolgreich angewendet und in realisierten Projekten akzeptiert. Mit der kürzlichen Übernahme von Heembeton durch die MBS Groep können wir weiter skalieren. Heembeton produziert selbst Geopolymerbeton und hatte damit bereits Wohngebäude realisiert. Die Übernahme bringt also direkt anwendbare Praxiserfahrung mit sich. Das wird nicht bei Pilotprojekten bleiben. Die MBS Groep will Geopolymerbeton schnell zu einem festen Bestandteil der regulären Projektabwicklung machen.”

CO2-Reduzierung

Der größte Vorteil liegt vorerst in der Umweltbelastung. “Durch den vollständigen Verzicht auf Zement wird eine CO2-Reduzierung von bis zu siebzig Prozent pro Kubikmeter Beton erzielt”, fährt Woesthuis fort. Gleichzeitig sinkt der MKI-Wert um etwa fünfzig Prozent, was direkte Vorteile bei Umweltberechnungen und Genehmigungsverfahren mit sich bringt. “Wichtig ist natürlich immer die Qualität der verwendeten Rohstoffe. Durch die Verwendung kontrollierter, hochwertiger Restströme wird eine konstante Materialqualität gewährleistet – eine Voraussetzung für Konstruktionsbeton. Damit wird die Kreislaufwirtschaft von einer Nebensache zu einem integralen Bestandteil des Materialkonzepts.”

Geopolymerbeton markiert einen Wendepunkt: keine Nischeninnovation, sondern ein ernstzunehmender Anwärter auf einen neuen Standard. Technisch gleichwertig, prozesssicher, nachweislich nachhaltiger und mittlerweile in konkreten Projekten bewährt. Laut Woesthuis ist genau das die Kombination, die benötigt wird: “Nachhaltiger werden, ohne an Tempo zu verlieren. Für eine Branche, die schneller und sauberer bauen muss, ist das vielleicht der realistischste Durchbruch.”   

Haben Sie Fragen zu diesem Artikel, Projekt oder Produkt?

Nehmen Sie rechtmäßigen Kontakt auf mit MBS-Gruppe.

MBS-Gruppe 4 Kontakt zu opnemen

Möchten Sie etwas über diesen Artikel, das Projekt oder das Produkt wissen?

"*" kennzeichnet Pflichtfelder

Dieses Feld dient der Validierung und sollte unverändert bleiben.
MBS-Gruppe 5 Telefoonnummer +31 (0)35 588 18 88 E-Mail-Adressen info@mbsgroep.nl Website www.mbsgroep.nl

Verwandte artikelen

"*" kennzeichnet Pflichtfelder

Dieses Feld dient der Validierung und sollte unverändert bleiben.

Senden Sie uns eine Nachricht

Wir setzen Cookies ein. Auf diese Weise analysieren wir die Nutzung der Website und verbreiten das Nutzungskonzept.

Einzelheiten

Können wir Ihnen dabei helfen?

Bekijk alle resultaten