Masterbloc - Gubbels in Maasmechelen und Prefer in Flémalle tun sich zusammen, um Carbstone herzustellen: den weltweit ersten zu 100 Prozent kreisförmigen und kohlenstoffnegativen Baustein. Diese belgische Innovation stellt eine echte kohlenstoffnegative Revolution in der Bauindustrie dar.
Die Bauindustrie steht vor einer immensen Herausforderung: Sie muss ihren CO2-Fußabdruck verringern, ohne Kompromisse bei Qualität und Leistung einzugehen. Während Beton traditionell eine der größten Quellen für CO2-Emissionen ist - vor allem aufgrund der Verwendung von Zement, der für rund 7 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich ist -, gelingt es Carbstone, diesen Trend radikal umzukehren. Dank eines innovativen Produktionsverfahrens wird kein CO2 mehr emittiert, sondern dauerhaft im Stein selbst gebunden.

Carbstone entstand aus der jahrzehntelangen Erfahrung in der Bausteinproduktion, kombiniert mit der bahnbrechenden Forschung von Vito und der innovativen Karbonisierungstechnologie des Partners Orbix. Später schloss sich das Unternehmen mit Prefer zusammen, und heute sind seine Produkte über mehrere Vertriebsportfolios erhältlich, unterstützt durch zahlreiche Zertifizierungen, die seine branchenführende Qualität belegen.

Der Kern der Innovation liegt im Bindemittel. Wo herkömmlicher Beton Zement verwendet, kommen bei Carbstone kohlensäurehaltiger Kalkstein und Rückstände aus der Metallindustrie wie Stahl und Hochofenschlacke zum Einsatz. Während des Produktionsprozesses wird aktiv CO2 zugeführt. Dieses CO2 reagiert chemisch mit den Rückständen und wird dauerhaft im Material fixiert - ein Prozess, der als kontrollierte Karbonisierung bezeichnet wird. Dadurch wird nicht nur Zement überflüssig, sondern es entsteht ein Ziegel, der netto mehr CO2 aufnimmt als er abgibt. Das Ergebnis ist ein zementfreier, 100-prozentig kreisförmiger Baustein, der stärker ist als herkömmlicher Beton und ebenfalls zum kohlenstoffnegativen Bauen beiträgt. Selbst während seiner Nutzungsdauer absorbiert Carbstone weiterhin CO2, wodurch der Ziegel mit der Zeit buchstäblich grüner‘ wird. Am Ende seines Lebenszyklus kann das Produkt einfach zu Sand und Kies gemahlen werden - vollständig wiederverwendbar, ohne Qualitätsverlust.

Carbstone ist der Inbegriff dafür, wie Kreislaufwirtschaft und Leistung Hand in Hand gehen können. Die Ziegel werden zu 10 Prozent aus Sekundärrohstoffen hergestellt, ohne natürliche Zuschlagstoffe wie Sand oder Kies. Das reduziert nicht nur die CO2-Emissionen, sondern entlastet auch die natürlichen Ressourcen. Was Carbstone außerdem auszeichnet, ist seine weitreichende Umweltverantwortung. Während die meisten Umweltdeklarationen (EPDs) nur die Produktionsphase berücksichtigen, deckt die Sustainability Performance Declaration (SPD) von Carbstone den gesamten Lebenszyklus ab: von der Rohstoffgewinnung über den Transport bis hin zu Nutzung, Abriss und Wiederverwendung. Jede Phase ist auf minimale Auswirkungen und maximale Transparenz hin optimiert.
Dieser Ansatz, der den gesamten Lebenszyklus umfasst, bietet etwas, das in der Bauindustrie selten ist: totale Umwelttransparenz. Jede Phase wird optimiert, gemessen und berücksichtigt - ein Beweis dafür, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Etikett ist, sondern ein Prozess.

Mit Produktionsstätten in Maasmechelen (Masterbloc - Gubbels) und Flémalle (Prefer) verfügt Carbstone über eine robuste Produktionskapazität, die das gesamte belgische Staatsgebiet und die umliegenden Märkte bedienen kann.
Carbstone beweist, dass Leistung und unser Planet keine Gegensätze mehr sein müssen. Der Ziegelstein kombiniert strukturelle Stärke, Feuer- und Frostbeständigkeit mit einer negativen CO2-Bilanz. Damit ist er nicht nur ein weiteres Bauprodukt, sondern ein konkreter Beweis dafür, dass die Bauindustrie in der Lage ist, sich neu zu erfinden. In einer Zeit, in der die Kreislaufwirtschaft nicht mehr eine Wahl, sondern eine Notwendigkeit ist, zeigt Carbstone, dass Nachhaltigkeit kein Kompromiss sein muss - sondern eine Chance, besser, stärker und intelligenter zu bauen. Belgien kann zu Recht stolz auf diese Weltneuheit sein: ein Baustein, der buchstäblich das Fundament für eine kohlenstoffarme Zukunft legt.