Ein Hotel, 308 Balkonplatten, über 700 Verankerungen
Schöck ist der Spezialist für hochwertige Verbindungskomponenten für bauliche, statische und konstruktive Anwendungen. Vom Wärme- und Schallschutz bis zur Verankerungs- und Bewehrungstechnik. Beliebt im Sortiment sind die Isokorf®-Bauwerksverankerungen, die für eine zuverlässige Balkonverankerung sorgen, die Wärmeleitung reduzieren und so Energieverluste verhindern. Isokorf®-Anker haben 1979 ihren Ursprung und revolutionierten die Baubranche. Und auch im Jahr 2025 schlagen die Produkte noch immer Wellen. Zum Beispiel im Hotel De President in Hoofddorp.

Das Hotel De President ist ein beeindruckendes Projekt, das Nachhaltigkeit und modernes Design miteinander verbindet. Das Hotel erstreckt sich über eine Fläche von 13.000 m² und verfügt über 249 Zimmer in verschiedenen Größen. Darüber hinaus verfügt der Komplex über moderne Einrichtungen wie einen Empfangsbereich mit Lobby, Frühstücksraum, Restaurant, Bar, Küchen, Tagungsräume, Fitnessraum und Unterhaltungsbereich. Die Gestaltung des Gebäudes folgt den Kurven und Schwüngen der Straße, wodurch ein spannendes Fassadenbild entsteht. Dieser Effekt wird durch die stufenförmig versetzten Fassaden, Fassadenbänder aus weißem Architekturbeton und über 300 vorgefertigte Balkone noch verstärkt.
Im Sommer 2023 wurde Schöck von De Jong's Betonbedrijf BV aus Maarssen um ein Angebot für die Balkonanker gebeten. Der Auftrag folgte unmittelbar nach dem Sommer, woraufhin Ingenieur Remco Bolhuis von Schöck mit der technischen Detailplanung begann. “Unser Auftrag umfasst die Verankerung von über 308 vorgefertigten Balkonplatten”, sagt er. “Neben den Dachplatten handelte es sich dabei vor allem um Vordachplatten aus Beton, die über den Fenstern montiert werden und nicht begehbar sind. 291 Platten wurden direkt mit unseren Isokorf®-Elementen verankert, während 17 Brückenplatten indirekt mit einem Zahnlager auf den angrenzenden Platten verlegt wurden. Pro Balkonplatte wurden zwei bis drei Isokorf®-Elemente vorgesehen, so dass wir insgesamt über 700 Anker geliefert haben.”
Einzigartig bei Schöck ist, dass die Verankerungslösungen immer inklusive Engineering und Berechnung geliefert werden, betont Bolhuis. “Als Lieferant sind wir in der Lage, sehr gezielte und spezialisierte Berechnungen durchzuführen. Dadurch können wir unsere Produkte auch sehr effizient einsetzen. Für jedes Bauteil im Korb, jeden Bewehrungsstab und jeden Drucknocken können wir genau berechnen, wie viel Kraft durch ihn hindurchgeht und wie viel er ausgenutzt wird. Außerdem wissen wir genau, welche Körbe es gibt und was damit möglich ist. Das sichert den Kunden eine effiziente Konstruktion mit minimalen Wärmebrücken, höchstmöglichen Dämmwerten und minimalem Materialeinsatz.”

In der Planungsphase für das Hotel De President inventarisierte Bolhuis zunächst die Anzahl der Balkonplatten und Varianten. “Das Gleiche gilt für die Lasten, die auf diese Balkonplatten wirken”, sagt er. “Welche Windlasten müssen berücksichtigt werden? Und was wird auf die Platten gestellt? Werden die Balkonplatten begehbar sein oder nicht? Und was bedeutet das für die Kräfte, die in der Aufhängung auftreten? Auf der Grundlage dieser Informationen wurden die richtigen Typen, Größen und Kapazitäten der Isokorf®-Anker ausgewählt. Außerdem habe ich die richtigen Positionen dieser Anker berechnet. Alle Informationen wurden dann in einen technischen Bericht für die Gemeinde und den Lieferanten der Breitwandplatten umgewandelt. Aber auch für den Bauunternehmer auf der Baustelle, der somit genau weiß, wie die Anker eingesetzt werden müssen.”
Eine Besonderheit beim Hotel De President war die frühe Festigkeitsberechnung, sagt Bolhuis. “Der Bauunternehmer wollte wissen, ob die Isokorf®-Anker die Balkone tragen können, noch bevor der Beton vollständig ausgehärtet ist. Bei diesem Projekt wollte man nämlich die Böden der Balkone erschüttern. Durch kurzzeitiges Lösen der Stützstreben sollte der Beton eine Zeit lang unter Spannung stehen, um eine bessere Aushärtung zu fördern. Ein Ansatz, den wir immer häufiger bei Projekten sehen und der bedeutet, dass wir eine Berechnung nicht nur für die Endphase, sondern auch für die Bauphase erstellen mussten.”
Bei den meisten Verbindungen im Hotel De President handelte es sich um Beton/Beton-Verbindungen, fasst Bolhuis zusammen. “Einige wenige Vordächer wurden dort aufgehängt, wo sich kein Boden dahinter befand. Zum Beispiel, weil an diesen Stellen ein offener Raum oder eine Lücke vorhanden war. An diesen Stellen wurde ein Stahlträger angebracht, der eine Beton/Stahl-Verbindung erforderte. Auch diese konnten wir perfekt herstellen, indem wir in der Gegenrichtung einen Isokorf® aus Beton und Stahl einbauten. Bei diesem Projekt werden nämlich nicht Stahlbalkonplatten an Betondecken aufgehängt, sondern Betonbalkonplatten an Stahlträgern. Durch den Einsatz der Isokorf®-Anker in umgekehrter Richtung können sie die Kräfte trotzdem in der richtigen Richtung aufnehmen.”