Bereits seit 1972 ist N. Knoll B.V. für seine fachmännische Stahlbauarbeit bekannt, beispielsweise für Konstruktionen, Treppen und Geländer. Es handelt sich um ein echtes Familienunternehmen aus dem Westland, das mittlerweile in der zweiten Generation geführt wird. Das Unternehmen wurde von Vater Nico gegründet, heute steht der jüngste Sohn Barend an der Spitze.
Mit einem Team von acht Mitarbeitern ist die Organisation kompakt, aber leistungsstark. Zwei Kollegen arbeiten im Büro, der Rest ist in der Werkstatt und bei der Montage tätig. Allround-Fachkräfte, die ihr Handwerk in- und auswendig beherrschen. Vielleicht noch wichtiger: Menschen, die bleiben. Die kürzeste Betriebszugehörigkeit beträgt etwa 15 Jahre, die längste 38. Neue Mitarbeiter auf dem gleichen Niveau zu finden, erweist sich als schwierige Aufgabe. ‘Wir haben wahrscheinlich schon alle guten Leute’, sagt Barend.

Barend stieg einst in das Familienunternehmen ein, mit der Vorstellung, sich in Ruhe einarbeiten zu lassen und die Leitung etwa 2018 vollständig zu übernehmen. Sein Vater sollte es im Laufe der Jahre immer ruhiger angehen lassen. Leider kam es anders. ‘Mein Vater ist 2012 verstorben. Damals musste alles in raschem Tempo über die Bühne gehen, wobei die damalige Krise noch deutlich im Hintergrund stand. Das war eine echte Herausforderung.’
‘Abgesehen vom persönlichen Verlust und der kurzen Zeit, die ich im Unternehmen verbracht hatte, gab es auch noch eine Wirtschaftskrise. Das ist eine erhebliche Belastung. Wir hatten eine steile Lernkurve zu bewältigen, auch weil einige Kunden versuchten, die Situation auszunutzen. Glücklicherweise bestand der Großteil aus treuen Kunden. Es war eine besonders schwere Zeit, aber auch das haben wir gemeistert.’
Dass es geklappt hat, lag nicht nur am Einsatz von Barend und den treuen Kunden, sondern vor allem an einem äußerst loyalen Team. ‘Jeder, der damals dabei war, arbeitet heute noch hier. Wir haben gemeinsam unglaublich viel erlebt. Ich habe keine Angestellten, sondern Familienmitglieder, mit denen ich ein Familienunternehmen führe. Durch dick und dünn.’

Die Loyalität des Teams zeigte sich im vergangenen Jahr erneut. ‘Ich war wegen eines Burn-outs eine Zeit lang außer Gefecht gesetzt. In dieser Zeit musste ich unter anderem noch den Verlust meines Vaters verarbeiten. Und wenn ich mir anschaue, wie sich alle hier engagiert haben … In sehr kurzer Zeit hat jeder auf seine Weise die Zügel in die Hand genommen und das Unternehmen am Laufen gehalten. Für mich lag darin noch eine wichtige Erkenntnis: Die Verantwortung für das Unternehmen muss nicht allein bei mir liegen. Sie darf nicht allein bei mir liegen.’
Es ist natürlich nicht ungewöhnlich, die Kontrolle über sein Unternehmen haben zu wollen. Die Frage ist nur: Wie erreicht man diese Kontrolle? ‘Lange Zeit habe ich gedacht: Wenn ich es selbst mache, wird alles gut. Wenn es jemand anderes macht, bin ich mir nicht sicher, ob es gut wird. Das hat zur Folge, dass man die gesamte Kontrolle in den eigenen Händen behält. Erst als ich gezwungen war, die Arbeit niederzulegen, habe ich wieder gelernt, mir selbst und den Menschen um mich herum zu vertrauen. Das ist aufgrund meiner Vergangenheit, die von Misstrauen geprägt war, sehr spannend, denn man muss anderen die Verantwortung für das Unternehmen anvertrauen, aber das Team hat mir klargemacht, dass ich loslassen darf. Das gilt natürlich auch heute noch.’

Vor drei Jahren beschloss Barend, mit Liemar zusammenzuarbeiten. ‘Da habe ich vor allem Ron sofort mit einbezogen. Er arbeitet im Büro und ist daher ein wichtiger Nutzer der Software. Er war von Anfang an begeistert und hat zusammen mit Barry von Liemar die Leitung übernommen.’
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. ‘Wir nutzen derzeit etwa 90% des Programms. Wir wollen noch auf 100% kommen, das machen Ron und Barry gemeinsam wirklich hervorragend. Ich achte darauf, immer am Ball zu bleiben, denn ich finde es wichtig zu wissen, wie die Dinge funktionieren. Aber die Leitung liegt weiterhin bei Ron und Barry.’
‘Das Programm läuft so, wie es laufen soll. Für den Großteil der Anwendungen brauchen wir keine Hilfe (mehr). Manche Dinge macht man nur ein paar Mal im Jahr – zu selten, um sich zu merken, wie es geht. Aber dann kümmert sich Ron gemeinsam mit den Leuten von Liemar darum. Dann ist die Sache im Handumdrehen geregelt.’

Wie ist Barend eigentlich mit Liemar in Kontakt gekommen? ‘Na ja, so: Prost! Jan van Hapert schaut schon seit Jahren ab und zu im Unternehmen vorbei, immer mit einer Flasche Liemar-Bier unter dem Arm. Das führte zwar zu netten Gesprächen, aber noch nicht zu einer Zusammenarbeit.’ Vor einigen Jahren sprang Niels für Jan ein. ‘Er kam für mich genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich sagte: ’Erzähl doch mal mehr darüber.‘ Was eigentlich ein fünfminütiger Besuch hätte sein sollen, wurde zu einem ausführlichen Gespräch – inklusive Vorführung – von etwa zweieinhalb Stunden.“
‘Gerade zu diesem Zeitpunkt wollten wir digitalisieren und haben festgestellt, dass Liemar dabei eindeutig eine Vorreiterrolle einnimmt. Wir wollten ein einziges, lückenloses Programm, das mit anderen Systemen kommunizieren kann, die wir im Unternehmen nutzen. Alle unsere Informationen befinden sich nun an einem Ort; dort können wir wirklich alles finden und überblicken. Wir arbeiten vollständig digital und haben unsere Prozesse entsprechend angepasst. Schätzungen und Spekulationen gehören der Vergangenheit an. Wir wissen nun, wie unsere Projekte verlaufen, und können auf das Projektergebnis hin steuern.’
‘Schon zu Beginn eines Projekts ist alles sofort klar. Das sorgt für große Transparenz. Und nach Abschluss des Projekts lässt sich alles überprüfen. Waren unsere Kalkulation und unser Angebot korrekt? Gab es Mehr- oder Minderarbeit? Vor allem dadurch, dass wir Mehr- und Minderarbeit transparent darstellen, haben wir bereits großes Vertrauen bei unseren Kunden gewonnen.’

Die Optimierung ist ein fortlaufender Prozess. ‘Wie bereits erwähnt, arbeiten wir derzeit an den letzten 10%. Dabei geht es vor allem um spezielle Sachverhalte, bei denen wir wissen: Die Informationen sind vorhanden, aber wie kann man sie richtig herausarbeiten? Mit einem Partner wie Liemar ist das eine interessante Zusammenarbeit, da sie bereit sind, zuzuhören und einen konstruktiven Dialog zu führen. Dann findet man gemeinsam schon eine schlüssige Lösung, so oder so.’
Jede Investition kostet Geld und Zeit, das ist bei der Einführung von Liemar nicht anders. ‘Aber mittlerweile wage ich zu sagen, dass wir dadurch eine Vollzeitstelle in der Verwaltung einsparen.’ Auch für das Team bedeutet der Einsatz von Liemar viel. ‘Jeder hier kann sich ganz auf sein Fachgebiet konzentrieren, anstatt sich mit – doppelten – Verwaltungsaufgaben zu beschäftigen. Wir möchten in den kommenden Jahren gerne neue Kollegen gewinnen, und ich denke, dass unser Grad an Automatisierung und Digitalisierung uns zu einem attraktiven Arbeitgeber macht. Vor allem, wenn wir in nächster Zeit auch noch die neuen Maschinen von unserer Wunschliste anschaffen.’