Wenn Marco van Ardenne über T.C. v.d. Dool B.V. spricht, geht es selten nur um Stahl. Natürlich dreht sich in dem Familienunternehmen schon seit Generationen alles um Konstruktionen, Gewächshäuser und Technik. Aber mindestens genauso wichtig sind die damit verbundenen Projekte: die Organisation, Koordination und Umsetzung von Arbeiten, die oft überdurchschnittlich komplex sind.

Als Geschäftsführer von T.C. v.d. Dool B.V. steht Marco gemeinsam mit Vincent van den Dool an der Spitze eines Unternehmens, das bereits seit 1934 in den Bereichen Gewächshausanbau und Stahlbau tätig ist. Von Westland aus realisiert das Unternehmen Neubauten, Sanierungen und Spezialprojekte im In- und Ausland. Vor allem bei der Aufstockung bestehender Gewächshäuser und Betriebsgebäude hat sich T.C. v.d. Dool B.V. eine einzigartige Position erarbeitet. Ein Spezialgebiet, mit dem das Unternehmen mittlerweile weltweit tätig ist.
Marco: ‘Trotz unserer internationalen Projekte bleibt unsere Organisation bewusst kompakt. Mit einem kleinen Team und einem großen Partnernetzwerk realisieren wir Projekte, die weitaus größer sind, als es die Größe des Unternehmens vermuten lässt. Das erfordert neben technischem Wissen auch ein sicheres Gespür für Prozesse, Planung und Finanzen.’

Hinter jedem Projekt verbirgt sich eine Kombination aus Ingenieurwesen, Arbeitsvorbereitung, Einkauf, Logistik, Montage und Koordination. ‘Ein Teil der Ausführung wird von unseren eigenen Mitarbeitern übernommen, während ein Netzwerk aus festen Partnern die spezialisierten Arbeiten übernimmt.’
Dadurch gleicht T.C. v.d. Dool B.V. manchmal eher einer Projektorganisation als einem traditionellen Bauunternehmen. ‘Das sagt viel über unsere Arbeitsweise aus. Der Erfolg eines Projekts hängt nicht nur davon ab, was wir bauen, sondern vor allem davon, wie alle Teile zusammenwirken. Darin haben wir uns zu Spezialisten entwickelt.’
Diese Arbeitsweise sorgt auch dafür, dass sich das Unternehmen nicht auf einen einzigen Markt beschränkt. Natürlich sind Gewächshäuser ein wichtiger Teil der Geschäftstätigkeit, doch darüber hinaus befasst sich T.C. v.d. Dool B.V. mit Sanierungen, Aufstockungen, Erweiterungen von Gartencentern, Industriehallen und verschiedenen Sonderprojekten. Dabei übernimmt das Unternehmen regelmäßig die Rolle des Generalunternehmers, wobei die Verantwortung nicht nur für den Bau, sondern für das gesamte Projekt liegt.

Dieses ganzheitliche Projektdenken kommt vielleicht am deutlichsten in dem Fachgebiet zum Ausdruck, für das T.C. v.d. Dool B.V. international bekannt ist: die Erhöhung bestehender Gewächshäuser und Betriebsgebäude.
‘Die Anfänge reichen bis zur Gründung unseres Unternehmens im Jahr 1939 zurück. Was mit dem Versetzen kompletter Gewächshäuser begann, entwickelte sich zu einer Technik, mit der heute große Gewächshauskomplexe und Betriebsgebäude kontrolliert angehoben werden. Mittlerweile verfügen wir über Hunderte von Hydraulikhebern und jahrzehntelange Praxiserfahrung.’
Dennoch liegt laut Marco die eigentliche Fachkompetenz nicht im Anheben selbst. ‘Die eigentliche Arbeit besteht nicht im Anheben. Es geht darum, dass während des Anhebens alles gerade bleibt. Das erfordert Fachwissen, Erfahrung und Menschen, die verstehen, was bei einem Projekt vor sich geht. Denn wenn ein Gebäude um Meter angehoben wird, dreht sich alles um die Beherrschung des Prozesses. Aufgrund dieses Fachwissens finden Kunden aus ganz Europa und darüber hinaus den Weg zu uns.’
Deutschland, Österreich, Tschechien, Island, Frankreich, Kanada, die Vereinigten Staaten und bald auch Schweden gehören mittlerweile zu den Ländern, in denen T.C. v.d. Dool B.V. tätig ist. Dieses internationale Wachstum beruht auf dem Bekanntheitsgrad des Unternehmens, seinen Referenzen und einer Spezialisierung, die kaum Konkurrenz kennt.
‘Gleichzeitig knüpft das Projekt nahtlos an aktuelle Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit und Wiederverwendung an. In vielen Fällen erweist sich die Aufstockung eines bestehenden Gebäudes als deutlich kostengünstiger als ein kompletter Neubau. Oftmals kostet eine Aufstockung etwa ein Drittel eines Neubaus. Vor allem wenn bereits viele Installationen vorhanden sind, wird das interessant.’

Die tägliche Arbeit des Unternehmens besteht also vor allem darin, Projekte zu organisieren, zu planen und zu steuern, wobei Dutzende von Lieferanten, Subunternehmern, Materialflüssen und Arbeitsabläufen perfekt aufeinander abgestimmt werden müssen. Dabei muss ständig überwacht werden, ob ein Projekt noch im Rahmen des Budgets bleibt. ‘Man muss einfach alles tun, was im Vertrag steht. Und wenn es zu teuer wird, hat man Pech gehabt.’
‘Eine zusätzliche Maßnahme, ein übersehenes Detail oder eine Änderung während der Ausführung kann sich unmittelbar auf das Endergebnis auswirken. Deshalb möchte ich so früh wie möglich Einblick in die finanzielle Entwicklung eines Projekts erhalten. Ich möchte nicht erst im Nachhinein feststellen müssen, dass ein Projekt teurer ausfällt als gedacht, sondern bereits während der Ausführung erkennen können, welche Auswirkungen Änderungen oder zusätzliche Arbeiten haben.’

Als der Bedarf an mehr Transparenz und Struktur entstand, machte sich T.C. v.d. Dool B.V. auf die Suche nach einem ERP-System. Das erwies sich als weniger einfach als erwartet. ‘Viele Lösungen waren vor allem auf Produktionsunternehmen oder eben auf Projektorganisationen ausgerichtet. Unsere Praxis liegt jedoch genau zwischen diesen beiden Welten. Wir fertigen selbst Bauteile, entwickeln Konstruktionen und steuern die Montage. Darüber hinaus dreht sich ein großer Teil unserer Arbeit um Kalkulation, Projektsteuerung, Einkauf, Planung und die Koordination externer Partner. Diese Kombination erschwerte die Suche nach einem passenden System. Eigentlich gibt es fast kein System, das zu uns passt.’
Was Liemar letztendlich überzeugt hat, war nicht, dass von Anfang an alles perfekt passte, sondern dass das System Spielraum für die Arbeitsweise des Unternehmens bot. ‘Ihr unterstützt nicht nur Bauunternehmen, sondern auch das Projektbüro. Und das können andere nicht – diese beiden Dinge gleichzeitig.’
Für Marco trifft das genau den Kern der Sache. ‘Viele Unternehmen in der Stahl- und Bauindustrie produzieren nicht nur, sondern sind gleichzeitig für die Konstruktion, die Arbeitsvorbereitung, den Einkauf, die Projektkoordination und das Finanzmanagement verantwortlich. Das sichtbare Endergebnis ist eine Konstruktion, aber der Erfolg eines Projekts wird oft schon viel früher entschieden.’
Die Einführung von Liemar begann ganz von Grund auf. Kalkulationen, Projekterfassung, Einkauf und Finanzüberwachung werden mittlerweile zunehmend über eine einzige Plattform verwaltet.
‘Vor allem im Bereich der Beschaffung haben wir große Fortschritte gemacht. Nahezu alle Bestellungen werden mittlerweile über Liemar erfasst. Dadurch werden Verpflichtungen sichtbar, Kosten früher transparent und wir erhalten mehr Kontrolle über den finanziellen Verlauf der Projekte.’ Das merkt Marco vor allem bei größeren Projekten. ‘Man weiß jetzt früher, wie sich die Kosten im Vergleich zum Budget entwickeln. Das ist ein großer Vorteil.’
Das bedeutet nicht, dass die Entwicklung abgeschlossen ist. Im Gegenteil. Das Unternehmen untersucht kontinuierlich, wie Prozesse weiter verbessert werden können, beispielsweise in den Bereichen Kalkulation, Projektüberwachung und der besseren Nutzung verfügbarer Informationen. ‘Es gibt noch einiges zu gewinnen. Wir sorgen dafür, dass wir Schritt für Schritt mehr Kontrolle erlangen.’
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