[00:02] Einführung in den Podcast und das Thema Brandschutz
Roel van Gils: Willkommen zu einer weiteren neuen Folge von „Beton und Stahlbau“, dem Podcast. Heute steht das Thema Brandschutz im Mittelpunkt. Ja, Brandschutz – jeder hält ihn für wichtig, aber gleichzeitig ist er vielleicht einer der am meisten unterschätzten Aspekte eines Gebäudes. Man sieht es meistens nicht. Eine brandschutztechnische Durchführung sieht man nicht, die Beschichtung einer Stahlkonstruktion fällt kaum auf und ein brandschutztechnischer Fensterrahmen sieht in vielen Fällen einfach wie ein gewöhnlicher Fensterrahmen aus. Bis zu dem Moment, in dem ein Brand ausbricht. Dann muss plötzlich alles das leisten, wofür es konzipiert wurde. Zu Gast bei mir ist Adrie den Dulk von Den Dulk Brandwerend. Adrie, herzlich willkommen. Stell dich bitte kurz vor.
Adrie den Dulk: Ich bin Adrie den Dulk, Gründer und „Founding Father“ von Den Dulk Brandwerend BV. Wir sind spezialisiert – wir bezeichnen uns eigentlich als Bauunternehmen für Brandschutz, für alles, was brandschutztechnisch gesichert werden muss. Und damit ist meiner Meinung nach eigentlich auch alles abgedeckt. Wir sind auf buchstäblich alles spezialisiert, was baulich brandschutztechnisch gesichert werden muss. Wir beschäftigen uns also beispielsweise nicht mit Brandmeldern, Sprinklern oder ähnlichen Dingen. Wir kümmern uns um alles, was mit dem Bauwesen zu tun hat.
[01:05] Die breite Anwendung der baulichen Brandschutzmaßnahmen
Roel van Gils: Nun, und genau darüber werden wir heute vor allem sprechen, in der Tat. Denn Sie sagen: Wir sind auf alles spezialisiert, was feuerbeständig sein muss. Wie breit ist dieses Spektrum denn eigentlich?
Adrie den Dulk: Nun ja, das ist so ein weit gefasster Begriff, dass alle Bauteile eines Gebäudes, wie beispielsweise Fluchtwege, Fußböden und so weiter, feuerbeständig sein können. Man kann auch sagen, dass alles feuerbeständig ist, da alle Bauteile eines Gebäudes Teil eines Fluchtwegs sein können. Und deshalb könnten sie auch alle feuerbeständig sein.
[01:31] Zunehmende Aufmerksamkeit für Brandschutz und Durchsetzung
Roel van Gils: Warum ist das Thema Brandschutz derzeit so aktuell?
Adrie den Dulk: Vor allem, weil es in den letzten Jahren in Europa eine Reihe großer Brände gegeben hat. Und das hat Kommunen, Sicherheitsregionen und Versicherer aufgerüttelt. Und auch alle Bauunternehmer. Da einige Dinge zuvor nicht ordnungsgemäß geprüft worden waren und nun ordnungsgemäß geprüft werden, stellen wir nun fest, dass die verwendeten Materialien eigentlich nicht den Standards entsprechen, die sie erfüllen müssen, um integraler Bestandteil eines brandsicheren Gebäudes zu sein. Und darauf wird nun geachtet.
Roel van Gils: Ja, immer mehr.
Adrie den Dulk: Ja, das beobachten wir derzeit auch. Früher war es die Feuerwehr, heute sind es die Sicherheitsregion und die Gemeinde selbst sowie die Bau- und Wohnungsaufsicht, die dafür sorgen, dass die Vorschriften eingehalten werden. In letzter Zeit beobachten wir allerdings zunehmend die Tendenz, dass auch die Versicherer immer häufiger vorstellig werden. Und diese Versicherer haben eigentlich auch noch einmal einen sehr starken Einfluss, da sie bestimmte Anforderungen an den Gebäudeeigentümer und den Bauunternehmer stellen, damit die Brandschutzvorkehrungen tatsächlich ordnungsgemäß umgesetzt werden. Denn andernfalls wird das Gebäude einfach nicht versichert.
[02:37] Brandschutz bei Neubauten und bestehenden Gebäuden
Roel van Gils: Ihr kommt also nicht nur bei Neubauten ins Spiel, sondern vor allem auch bei Renovierungen, oder?
Adrie den Dulk: Ja, das stimmt. Wir bauen auch Neubauten. Wir bauen ganz sicher auch viele Neubauten. Was uns jedoch auffällt, ist, dass bei Altbauten und bestehenden Gebäuden, bei denen Umbauten stattgefunden haben – vor allem bei etwas älteren Objekten –, diese Aspekte oft vernachlässigt werden. Denn was sich hinter der Decke verbirgt und nicht sichtbar ist, fällt eben niemandem auf. Erst wenn man eine Deckenplatte öffnet, bekommt man einen riesigen Schreck. Vor allem bei älteren Gebäuden – was da alles durchläuft! Und ganz besonders bei einem Mieterwechsel, wenn zum Beispiel ein neuer Mieter einzieht. Ja, dann werden neue Drähte und Kabel verlegt, neue Luftkanäle eingebaut. Denn ja, jeder möchte es schön frisch, neu und ansprechend haben. Nur die Brandschutzabtrennung wird oft übersehen, wodurch tatsächlich eine ganze Menge brennbaren Materials durch eine Brandschutzabtrennung gelangt, die nicht abgedichtet ist.
Roel van Gils: War man sich dessen dort bis vor kurzem nicht bewusst? Oder hat man einfach drauflos gehandelt?
Adrie den Dulk: Oft ist es Unwissenheit. Unwissenheit. Wir bauen gerade, und ja, diese Brandschutzabtrennung – oft denken die Leute: Ach, das wird schon.
[03:45] Bauliche Bestandsaufnahme und Untersuchung der Brandabschnitte
Roel van Gils: Und solange alles gut läuft, läuft es natürlich gut. Und womit fangt ihr an, wenn ihr beauftragt werdet? Wo beginnt ihr – mit einer bautechnischen Bestandsaufnahme?
Adrie den Dulk: Wir können auf zwei Arten beginnen. Es kann sein, dass wir von unserem Kunden eine bautechnische Bestandsaufnahme als Grundlage für die Brandschutzplanung des Gebäudes erhalten. Häufig erhalten wir auch Anfragen von Gebäudeeigentümern oder Bewohnern: „Den Dulk, könnt ihr euch mal ansehen, was an unserem Gebäude nicht in Ordnung ist?“ Dann kommen wir zusammen mit dem Brandschutzberater vorbei, um eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Dabei öffnen wir die Decken.
Roel van Gils: Ach, wirklich?
Adrie den Dulk: Ja, auf jeden Fall. Lassen Sie es mich so sagen: Es beginnt zunächst mit einer Archivrecherche. Wir holen also zunächst die Zeichnungen hervor. Denn wenn man wissen will, wo sich ein Brandabschnitt befindet, muss man ja wissen, wo er sich befindet. Bei älteren Gebäuden kommt es oft vor, dass die Zeichnungen nicht mehr vorhanden sind oder nicht mehr stimmen. Dann muss man sich also ansehen: Wie sieht es tatsächlich vor Ort aus? Und dafür führen wir diese Archivrecherche durch. Auf dieser Grundlage führen wir dann eine Untersuchung vor Ort durch.
Roel van Gils: Ja.
Adrie den Dulk: Dann führen wir eine Bestandsaufnahme durch und teilen dem Kunden auf dieser Grundlage das Ergebnis mit; anschließend fragen wir, was der Kunde wünscht. Möchte der Kunde weiter darauf eingehen? Möchte er, dass wir ein Angebot zur Lösung des Problems erstellen? Dann erstellen wir gerne ein Angebot. Und wenn er Angebote von mehreren Anbietern einholen möchte, ist das ebenfalls möglich. Das ist sein gutes Recht. Aber wir beginnen entweder mit einer Bestandsaufnahme oder einer Begutachtung der Mängel am Gebäude.
[05:09] Regelmäßige Überprüfung und Wartung von Brandschutzvorrichtungen
Roel van Gils: Und dann stößt man natürlich auf ganz viele Dinge, wie du auch schon gesagt hast.
Adrie den Dulk: Das ist möglich. Es muss aber nicht immer so sein. Manchmal stellen wir auch fest, dass alles in Ordnung ist, dass es ziemlich in Ordnung ist. Was manche Leute jedoch vergessen, ist natürlich, dass auch eine Brandschutzabdichtung, genau wie ein außen gestrichener Holzrahmen, ganz normale Wartung benötigt. Und das muss einfach von Zeit zu Zeit überprüft werden. Wie es im Bbl beschrieben wird, muss eine regelmäßige und angemessene Wartung durchgeführt werden. Ja, und was das genau ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir sagen nur: Mach es einmal alle zwei oder einmal alle drei Jahre. Überprüfen Sie es. Dann wissen Sie zumindest, dass noch alles in Ordnung ist. Und falls sich etwas verändert hat, können Sie das bei einer solchen Wartung sofort beheben.
[05:53] Feuerbeständigkeit ist mehr als nur eine Anforderung auf dem Papier
Roel van Gils: Ja, denn es ist ja eigentlich mehr als nur eine formale Anforderung. Das hast du ja am Anfang auch schon angemerkt. Feuerbeständigkeit wird in der Praxis manchmal als eine Art Häkchen auf einem Zettel betrachtet.
Adrie den Dulk: Ja, aber in der Vergangenheit wurde vieles als bürokratischer Aufwand angesehen. Davon müssen wir uns aber wirklich verabschieden, denn das stimmt nicht. Das müssen wir so schnell wie möglich über Bord werfen.
Roel van Gils: Und es geht nicht nur beispielsweise um brandschutzsichere Durchführungen durch eine Wand, sondern auch um Glas, Türen und Fensterrahmen. Ein Gesamtkonzept. Daher seid ihr in diesem Sinne auch ein Generalunternehmer.
Adrie den Dulk: Ja, das stimmt. Und auch hinsichtlich der Art und Weise der Anwendung, wie sie angewendet wird oder ob sie angewendet werden darf.
Roel van Gils: Das auch noch, ja. Sonst summieren sich die Gefahren natürlich. Aber das macht eure Arbeit zu einer ziemlich spezialisierten Tätigkeit.
Adrie den Dulk: Ganz sicher.
[06:38] Fachwissen und Zusammenarbeit mit Lieferanten
Roel van Gils: Man muss also in diesem Sinne eigentlich von allem etwas verstehen.
Adrie den Dulk: Ja, und deshalb haben wir auch einige Spezialisten bei uns im Büro, und natürlich haben wir auch einen Berater, der sich mit allen Einzelheiten auskennt. Und wir tauschen uns auch sehr oft darüber aus, wenn wir eine Aufnahme gemacht haben oder mal etwas nicht wissen. Wir rufen uns auf der Baustelle an. Wie siehst du das? Wie können wir das lösen? Wie lässt sich das beheben?
Roel van Gils: Man muss also auch wissen, unter welchen Bedingungen man es einsetzt und wie das System geprüft und zertifiziert wurde.
Adrie den Dulk: Ja, das stimmt.
Roel van Gils: All dieses Know-how habt ihr.
Adrie den Dulk: Das ist bei uns im Unternehmen verankert und auch in unserer eigenen Datenbank festgehalten: Wie können wir Probleme lösen? Wie dürfen wir Probleme lösen? Und wenn wir es nicht wissen, ziehen wir die Lieferanten hinzu. Wir sind anerkannter Hilti-Partner. Dort können wir uns beraten lassen; direkt bei Hilti können wir mit ihnen besprechen, wie wir Dinge handhaben, angehen und in Angriff nehmen können. Aber das gilt auch für Promat und die anderen Lieferanten der Materialien.
Roel van Gils: Also wirklich in engem Kontakt mit diesen Lieferanten.
Adrie den Dulk: Und auch darüber, wie man etwas herstellen kann.
Roel van Gils: Ja.
Adrie den Dulk: Es kommt auch hin und wieder vor, dass wir bestimmte Wände konstruieren müssen, zum Beispiel bei großen Industrieprojekten. Ja, dann kommen Promat oder Hilti ins Spiel, und diese Unternehmen begleiten uns gemeinsam auf der Baustelle.
Roel van Gils: Okay.
Adrie den Dulk: Um diese spezielle…
[07:58] Eigene Fertigung von feuerfesten Holzfenstern
Roel van Gils: Ein besonderer Bestandteil Ihres Unternehmens ist auch die eigene Fabrik, in der feuerfeste Fensterrahmen hergestellt werden. Holzfensterrahmen. Was macht diese Fensterrahmen so besonders? Oder können Sie vielleicht etwas darüber erzählen?
Adrie den Dulk: Die Fensterrahmen an sich sind eigentlich nichts Besonderes. Das sage ich ganz respektlos. Ich bin eigentlich super stolz, stolz wie Oskar auf unsere Fensterrahmenfabrik. Die Fensterrahmen, die wir herstellen – die feuerhemmenden Fensterrahmen, insbesondere die mit einer Feuerwiderstandsdauer von 60 Minuten – fertigen wir aus Sapelli-Mahagoni. Sapelli-Mahagoni hat eine bestimmte Holzdichte, wodurch es eine bestimmte Einbrennzeit aufweist, wodurch es seine natürliche Feuerbeständigkeit erhält.
Roel van Gils: Also keine Behandlung und kein Lack?
Adrie den Dulk: Nein, überhaupt nicht. Aufgrund der Dichte des Holzes hat es eine gewisse Einbrennzeit. Bei diesem Einbrennvorgang findet eine Verkohlung statt. Dort, wo die Verkohlung stattgefunden hat, dauert das Brennen länger. Genau wie bei der Holzkohle in Ihrem Grill. Wenn es abgebrannt ist, ja, dann lässt es sich schwerer entzünden. Und deshalb verwenden wir auch Deventer-Profile in den Falzen, um die Luftdichtheit zu gewährleisten, sowie in den Elementen und Schwellen. Und die Türen, die wir verwenden, wurden für den jeweiligen Einsatzzweck getestet.
[09:12] Feuerwiderstand des gesamten Fenstersystems
Roel van Gils: Ja, die werden also speziell auf diese konkrete Situation zugeschnitten.
Adrie den Dulk: Und wenn man dann alles zusammennimmt, können wir daraus die Feuerwiderstandsfähigkeit ableiten. Nun muss es aber auch noch in eine gute Wandkonstruktion eingebaut werden. Denn auch daran mangelt es manchmal. Denn man kann natürlich tausendmal einen feuerbeständigen Fensterrahmen haben, aber wenn die Wand drumherum nicht in Ordnung ist, dann ist das das schwächste Glied.
Roel van Gils: Der Fensterrahmen, die Tür, die Verglasung – alles ist 60 Minuten lang feuerbeständig.
Adrie den Dulk: Ob 30 Minuten oder 90 Minuten.
Roel van Gils: Oh, es ist sogar bis zu 90 Minuten feuerbeständig?
Adrie den Dulk: Auch 120 Minuten. Aber in der Industrie arbeiten wir mit 120 Minuten. Das gilt allerdings nur für bestimmte andere Spezialgebiete. Bei Holzfenstern ist das nicht der Fall.
Roel van Gils: Nein, aber stellen Sie die feuerfesten Fensterrahmen ausschließlich in der Schreinerei her?
Adrie den Dulk: Nein, wir haben vor kurzem einen kleinen Holzverarbeitungsbetrieb übernommen. Nur dass wir das Holz selbst auf feuerfeste Fensterrahmen aufbringen. Aber dort wird alles hergestellt: Geländer, Türen, Wände – alle Arten von Tischlerarbeiten werden dort gefertigt.
Roel van Gils: Wenn es feuerhemmend ausgeführt wird, wird es als komplettes System ausgeliefert.
Adrie den Dulk: Ja, das ist auch die Absicht.
[10:13] Rauchdichtigkeit von Türen und Fensterrahmen
Roel van Gils: Bei einem Brand hat man es natürlich mit Flammen und Feuer zu tun, aber auch mit Rauch.
Adrie den Dulk: Seit 2024 gilt für Neubauten zusätzlich die Rauchschutzanforderung. Das bedeutet also auch: Wenn wir heute eine Tür in einem Bestandsbau austauschen, muss diese Anforderung erfüllt sein, sobald die Tür ausgetauscht wird. Das bedeutet also, dass sie rauchdicht sein muss. Das bedeutet wiederum, dass wir beispielsweise Deventer-Profile verwenden müssen. Dabei handelt es sich um eine spezielle Gummidichtung, die nicht nur rauchdicht ist, sondern auch feuerbeständig.
Roel van Gils: Das ist um die Tür herum?
Adrie den Dulk: Das sitzt rund um die Tür am Anschlag, also nicht an der Tür selbst, sondern in der Türlaibung. Diese Laibung ist 25 mm breit, und dort setzen wir dieses Profil ein. Dadurch wird die Tür praktisch hermetisch abgedichtet. An der Unterseite dieser Tür montieren wir heutzutage eine Fallschwelle. Diese Fallschwelle fällt beim Schließen der Tür herunter. Es gibt sie als Aufsatz- und Einbauversion. Sie sorgt dafür, dass die für eine Neubautür vorgeschriebene Rauchdichtigkeit erreicht wird. Und natürlich gehört dazu auch der Türschließer, denn an dieser Tür muss ein Türschließer angebracht sein, da alles in einer Brandschutztrennwand selbstschließend sein muss. Dieser Türschließer sorgt dafür, dass die gesamte Konstruktion auch geschlossen bleibt.
[11:27] Einbau und Endbearbeitung von feuerfesten Fensterrahmen
Roel van Gils: Wird der Schnitt auch bei euch übernommen?
Adrie den Dulk: Ja, wir haben seit jeher einige Tischler und eine Tischlermannschaft im Einsatz, die also die alten Fensterrahmen ausbauen und neue einbauen. Außerdem können sie hervorragend Glas einbauen und dabei alle Anforderungen erfüllen. Alles wird gemäß den Bescheinigungen eingebaut. Und das bis hin zur Endbearbeitung, denn wir haben dafür auch ein eigenes Unternehmen, das „Den Dulk Afbouw“ heißt. Und „Den Dulk Afbouw“ ist eigentlich daraus entstanden, dass wir ein Gesamtpaket liefern wollen. Deshalb übernehmen wir nun auch die von uns eingebauten Fensterrahmen und streichen diese ebenfalls. Früher haben wir das eigentlich nicht gemacht, heute aber schon. Und darüber freuen sich die Leute sehr.
Roel van Gils: Aber Streichen im Sinne von … aber auch wieder mit einer feuerhemmenden Schicht?
Adrie den Dulk: Nein, einfach mit einer normalen Schicht.
Roel van Gils: Ach, das geht einfach so?
Adrie den Dulk: Ja, das geht natürlich.
[12:13] Brandschutzbehandlung von Stahl und Beton
Roel van Gils: Okay. Nun gut, wir haben also über Holz gesprochen, über die Holzfensterrahmen, aber ihr macht natürlich noch viel mehr: Beton und Stahl beschichten oder zumindest feuerhemmend behandeln. Kannst du uns dazu etwas erzählen?
Adrie den Dulk: Nun ja, wir beschäftigen uns mit Stahl. Ich habe das Unternehmen eigentlich einst mit der Brandschutzbeschichtung von Stahl gegründet. Darauf sind wir auch spezialisiert. Stahl hat natürlich eine sehr unangenehme Eigenschaft im Brandfall: Wenn er heiß wird, verformt er sich sehr schnell. Deshalb müssen die Brandschutzanforderungen für Stahl sehr streng eingehalten werden und die Schichtdicken von Beschichtungen und Verkleidungen müssen wirklich eingehalten werden. Sonst ist es mit Stahl sehr schnell vorbei. Früher hatten wir ein Sägewerk. Das werden wir nun wieder in Betrieb nehmen. Wir verfügen also über ein eigenes Sägewerk und vier Spritzteams, die die feuerhemmenden Beschichtungen auftragen können. Für die von uns aufgetragenen Brandschutzbeschichtungen gibt es auch eine ganze Produktreihe speziell für Beton. Und Beton hat natürlich die hervorragende Eigenschaft, dass er extrem fest ist, aber im Brandfall neigt er dazu, zu spritzen und zu pulverisieren. Die Beschichtungen, die wir dafür verwenden, eignen sich hervorragend, um auch Beton feuerhemmend zu machen.
Roel van Gils: Aber du sprichst von einem eigenen Sägewerk. Was hat das denn mit Stahl zu tun?
Adrie den Dulk: Stahlverkleidung – die Bleche für die Stahlverkleidung haben wir zugeschnitten.
Roel van Gils: Ach ja, die werden alle nach Maß gefertigt.
Adrie den Dulk: Und die Spulen stellen wir selbst her, ebenso wie alles, was dazu gehört.
[13:36] Auftragen und Prüfen von Brandschutzbeschichtungen
Roel van Gils: Und wie trägt man eine solche Beschichtung auf? Muss man erst einmal streichen oder erst die Beschichtung auftragen und dann streichen?
Adrie den Dulk: Nein, nein. Was wir heutzutage sehr häufig beobachten, ist, dass wir zunächst eine gute, zugelassene Grundierung auftragen müssen. Anschließend führen wir eine Schichtdickenmessung durch. Daraufhin wird eine feuerhemmende Schicht aufgetragen, deren Dicke wir berechnet haben. Aus den Tabellen ergibt sich eine Schichtdicke, die wir für dieses spezifische Stahlprofil benötigen. Und diese tragen wir dann in einer oder mehreren Schichten auf. Das hängt von der zu erreichenden Feuerwiderstandsdauer ab. Anschließend führen wir eine Nachmessung durch. Je nach Wunsch tragen wir dann eine Deckschicht auf oder auch nicht. Alle Arbeitsschritte werden in unserem Logbuch festgehalten. Schließlich geben wir eine Garantie dafür ab, dass die Arbeiten ordnungsgemäß ausgeführt wurden. Damit ist die Feuerwiderstandsfähigkeit erreicht.
[14:20] Registrierung, Protokolle und Garantien
Roel van Gils: Sehen Sie, das ist auch ein guter Punkt. Alles wird aufgezeichnet.
Adrie den Dulk: Alles. Dafür arbeiten wir gemeinsam mit Hilti an „Fieldwire“. Und dort wird alles akribisch erfasst. Auf der Zeichnung, mit allen Angaben, Namen und Bezeichnungen, QR-Codes, sodass alles auch einen eigenen Identitätscode hat. Und dort erfassen wir alles. Und das ist gleichzeitig auch unser Garantiesystem.
Roel van Gils: Und wie lange gilt diese Garantie denn?
Adrie den Dulk: Das hängt vom Produkt ab. Und es ist auch wirklich produktspezifisch. Es kommt nämlich schon mal vor, dass wir beispielsweise im Außenbereich Beschichtungen auf Stahl auftragen. Ja, dort unterscheiden sich die Garantie und die Lebensdauer von denen einer Beschichtung, die wir im Innenbereich auftragen. Das hängt also wirklich vom jeweiligen Produkt ab.
[14:55] Wartung und Inspektion von Beschichtungen
Roel van Gils: Und diese Beschichtungen erfordern auch Pflege, wie Sie eingangs erwähnt haben?
Adrie den Dulk: Ja, richtig.
Roel van Gils: Kannst du dafür ein Beispiel nennen?
Adrie den Dulk: Nun ja, sehen Sie, im Gesetz steht eigentlich, dass alles unbeschädigt sein muss. Also ja, wie oft kommt es zu einer Beschädigung? Es gibt Projekte, bei denen wir daher jährlich die Stahlkonstruktion überprüfen.
Roel van Gils: Ja.
Adrie den Dulk: Und deshalb muss man auch nachfüllen. Es gibt Konstruktionen, die nicht wirklich im Blickfeld liegen, nämlich über einer Decke. Die kann man fünfzehn Jahre lang so lassen, da passiert nichts.
Roel van Gils: Nein, ja, ich verstehe.
Adrie den Dulk: Weißt du, was über einer solchen Decke passiert?
Roel van Gils: Wenn alles gut geht, nichts.
Adrie den Dulk: Nein, wenn alles gut geht.
Roel van Gils: Nein, das stimmt.
[15:30] Praxisbeispiel eines Projekts am Flughafen Schiphol
Roel van Gils: Kannst du ein Projekt nennen, in dem all diese Beispiele, diese Aspekte, zusammenkommen?
Adrie den Dulk: Ja, wir haben kürzlich ein großes Projekt in der Nähe von Schiphol durchgeführt. Dort ging es zunächst um ein Problem, das von der Sicherheitsbehörde gemeldet wurde und das Glas betraf, das angeblich nicht den Vorschriften entsprach. Spiegeldrahtglas – die Fläche des Spiegeldrahtglases war zu groß und musste ausgetauscht werden. Das haben wir alles berücksichtigt. Allerdings haben wir anschließend auch diese Brandschutzprüfung durchgeführt. Und dabei stellte sich heraus, dass das Gebäude eine ganze Reihe von Mängeln aufwies. Im Laufe der Jahre, durch Umbauten und dergleichen, die alle stattgefunden haben, sowie durch Änderungen der Anforderungen, stellte sich unter anderem heraus, dass die darin eingebauten Brandschutzklappen – es handelte sich sozusagen um eine Rosettenklappe, was nicht jedem viel sagt, aber es war eine Stahl-Lamellenklappe, die sich schließt – Ja, die sind nicht mehr feuerbeständig. Die bestehen den Test nicht.
Roel van Gils: Früher schon?
Adrie den Dulk: Früher, als noch mit den alten Testmethoden gearbeitet wurde, sind sie da durchgeschlüpft. Aber nun ja, die Testverfahren sind umfassender und besser geworden. Daraus haben sie ihre Lehren gezogen. Und natürlich auch aus den tatsächlichen Bränden, die es gegeben hat. Ja, da haben sie festgestellt: Ja, es schließt doch nicht. Oder es schließt zu früh. Deshalb mussten wir auch alle Brandschutzklappen in diesem Gebäude austauschen.
Roel van Gils: Ach so, ja.
Adrie den Dulk: Aber auch Stahlkonstruktionen, die nicht beschichtet waren. Ja, das sind Dinge, die sich im Laufe der Jahre bei einem solchen Gebäude eingeschlichen haben.
[16:50] Sich wandelnde Prüfverfahren und Mängel in bestehenden Gebäuden
Roel van Gils: Aber es wurde natürlich ursprünglich gemäß den damaligen Anforderungen gebaut, und diese Anforderungen wurden verschärft.
Adrie den Dulk: Ja, genau. Aber was uns oft auffällt, ist, dass sich die Anforderungen eigentlich nie wirklich geändert haben. Nur gab es früher sehr viel Unwissenheit darüber. Und der Bauunternehmer hat es einfach hingenommen und mit dem Bau begonnen. Und wir haben schließlich doch eine feuerbeständige Wand gebaut. Ja, aber der Anschluss an Ihr Stahldach zum Beispiel ist nicht feuerbeständig. Also ja, damit haben wir heutzutage sehr viel zu tun.
Roel van Gils: Es ist genau das, was du zu Beginn gesagt hast. Das ist jetzt natürlich sehr aktuell.
Adrie den Dulk: Das Thema kommt zur Sprache, und dann stellt sich heraus, dass wir etwas unternehmen müssen. Ja, die Gebäudeeigentümer sind nicht gerade begeistert von uns.
Roel van Gils: Nein, das verstehe ich. Das sind alles Kosten.
Adrie den Dulk: Ja, das sind alles Kosten. Und ich verstehe das auch. Nur sagen die meisten: Ja, aber früher wurde das immer von der Sicherheitsregion genehmigt. Na ja, früher kam ein Vertreter der Sicherheitsregion auf eine Tasse Kaffee vorbei. Der hörte sich das Ganze zehn Minuten lang an und meinte: „Ach ja, hier sieht es ja ganz nett aus.“ Und dann ging er wieder.
Roel van Gils: Ja.
Adrie den Dulk: Heutzutage stellen die Gemeinden Forderungen an die Sicherheitsregion: Wir wollen einen Bericht, und ihr müsst euch das einfach vor Ort ansehen.
Roel van Gils: Ja, und dann muss man sich die Begründung genau ansehen.
Adrie den Dulk: Und dann muss man sich das einfach ansehen. Und dann stellt sich heraus, dass also weitere Untersuchungen durchgeführt werden müssen.
Roel van Gils: Ja, und dann kommen wir ins Spiel, und dann muss man sich natürlich wieder mit dem Gesamtbild auseinandersetzen. Und natürlich gibt es überall irgendetwas, das nicht ganz stimmt.
[17:53] Brandschutz und Auslastung von Gebäuden
Roel van Gils: Die Brandschutzsicherheit hängt doch auch mit der Auslastung zusammen, oder? Zumindest gibt es da einen Zusammenhang. Gibt es auch Gebäude, bei denen ihr besonders aufmerksam seid?
Adrie den Dulk: Ja, nun ja, wir stellen in letzter Zeit sehr oft fest, dass es eben diese Wohngebäude gibt, in denen Menschen tatsächlich leben. Ja, wo bricht ein Feuer zuerst aus? Ja, das ist oft in einer Wohnung, nicht einmal in einem Bürogebäude, nicht einmal in einem Krankenhaus. Denn ein Krankenhaus hat zum Beispiel eine hohe Belegungsrate, aber schlechte Belüftung. Aber was stellen wir in einem Krankenhaus fest? Dass die Alarmierung sehr schnell erfolgt. In einem Krankenhaus sind zwar auch Melder installiert, aber es gibt auch eine tatsächliche Überwachung durch das dort arbeitende Personal.
Roel van Gils: Die könnten also vorausschauend handeln.
Adrie den Dulk: Ja, aber in einem Gebäude, in dem man schläft, also in einem Hotel, in einer Wohnanlage, in der man sich aufhält – ja, dort stellen wir fest, dass die Menschen nicht mitbekommen, dass ein Brand ausbricht. Und das gilt vor allem für die Nachbarn unter einem, zum Beispiel. Ich merke es nicht, wenn bei meinen Nachbarn unter mir ein Feuer ausbricht.
Roel van Gils: Nein, das verstehe ich.
Adrie den Dulk: Erst wenn es bei mir oben angekommen ist, ist es schon zu spät. Und das sind eben genau die Gebäude, von denen wir mittlerweile wirklich sehr viele sehen, und denen auch seitens der Wohnungsbaugesellschaften deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ja, da wird heutzutage tatsächlich etwas unternommen. Zum Glück.
[19:09] Zeit für die Alarmierung und Evakuierung schaffen
Roel van Gils: Ja, und in solchen Situationen geht es meiner Meinung nach vor allem darum, sich Zeit zu nehmen.
Adrie den Dulk: Ja, Zeit zu gewinnen, damit die Feuerwehr alarmiert wird und die Feuerwehreinheiten Zeit haben, zum Brandort zu fahren. Und damit die Menschen Zeit haben, das Gebäude zu räumen und zu fliehen.
[19:27] Brandgefahren bei Zählerschränken und Lüftungskanälen
Roel van Gils: Und welche Art von Materialien, welche Aspekte kommen bei solchen Projekten alles zusammen?
Adrie den Dulk: Ja, was wir häufig sehen, sind also Zählerschränke. Der Zählerschrank selbst muss also feuerfest gemacht werden, denn ja, das ist einfach eine offene Verbindung zu Ihren Nachbarn.
Roel van Gils: Ach, der geht einfach nach unten.
Adrie den Dulk: Ja, das führt einfach nach unten. Was befindet sich im Zählerschrank? Ja, ein Kunststoffrohr. Na ja, was brennt besonders gut? Kunststoff.
Roel van Gils: Ja, das ist der erste Punkt.
Adrie den Dulk: Und dann gibt es da noch die Lüftungskanäle. Denn jeder möchte frische Luft in seinem Haus haben. Aber das sind Standrohre, die von Wohnung zu Wohnung verlaufen. Das sind große Standrohre, die einfach offen stehen. Nun, wenn diese nicht sauber sind, was sammelt sich dort an? Staub. Nun ja, Staub brennt. Wenn also ein Brand ausbricht, hat man buchstäblich eine Zündschnur, die sich durch das gesamte Gebäude zieht. Und oft sehen wir jetzt, dass wir – weil wir das ganzheitlich angehen – den Luftkanal reinigen. Wir bauen eine Brandschutzklappe ein. Und dann ist er sicher. Und wenn man dann alles zusammennimmt und noch einmal ein Fachunternehmen die Brandmelder anbringen lässt, ja, dann ist man eigentlich absolut auf der sicheren Seite.
[20:25] Brandschutzklappen in Neubauten und älteren Wohngebäuden
Roel van Gils: Wurde das beim Bau nicht berücksichtigt, zum Beispiel eine Brandschutzklappe in diesen Kanälen?
Adrie den Dulk: In den Neubauten ist das jetzt der Fall.
Roel van Gils: Ja, jetzt schon, ja.
Adrie den Dulk: Jetzt schon. Jetzt machen wir das überall in Neubauten. Nur wurde es bis vor zehn Jahren oft einfach nicht gemacht.
Roel van Gils: Ach so, ja.
Adrie den Dulk: Ja.
Roel van Gils: Aber die Leute, die das hören, die das… Da sollte man sich mal kurz zusammenreißen.
Adrie den Dulk: Oder wir kommen vorbei, um das zu überprüfen.
Roel van Gils: Ja, nein, natürlich. Aber es ist schon…
Adrie den Dulk: Nein, aber es sind schon Dinge. Wir sind manchmal überrascht, wie offen die Niederlande sind – im wahrsten Sinne des Wortes.
[20:56] Hinweise für Anwohner und Gebäudeeigentümer
Roel van Gils: Ja, wie lautet denn nun eigentlich die Empfehlung?
Adrie den Dulk: Ja, frag deinen Hauseigentümer oder schau ruhig selbst nach. Nutze deinen gesunden Menschenverstand. Stimmt das, was hier steht? Oft sieht man in einem Zählerschrank – wenn du in einem Mehrfamilienhaus wohnst – einen Aufkleber der Firma, die die Brandschutzvorrichtung installiert hat. Mit einem QR-Code. Ja, scanne diesen QR-Code ruhig. Dann gelangst du zu dem Abschnitt im Protokoll, in dem diese Brandschutzdurchführung vermerkt ist. So sollte es zumindest sein. Wenn das nicht der Fall ist, ja, dann kannst du…
Roel van Gils: Dann darfst du ruhig Alarm schlagen.
Adrie den Dulk: Es geht um die Sicherheit aller.
Roel van Gils: Aber sicher. Das ist dein Leben.
Adrie den Dulk: Das gehört auch deinen Nachbarn.
Roel van Gils: Aber auch von sich selbst.
[21:32] Die Arbeitsweise und der einzigartige Ansatz von Den Dulk Brandwerend
Roel van Gils: Okay. Nun, wenn du eure Arbeitsweise zusammenfassen müsstest, worin liegt dann euer Alleinstellungsmerkmal, Adrie?
Adrie den Dulk: Mein Geschäftspartner sagt immer sehr treffend: Wir tun, was wir sagen, und wir sagen, was wir tun. Und das ist ein wirklich schönes Motto. Davon ausgehend versuchen wir alle, danach zu handeln. Wir versuchen also, durch unsere Beratung in ein Gesamtkonzept mitzudenken.
[21:53] Projektumfang und Brandschutz in Rechenzentren
Roel van Gils: Und was die Projektgröße angeht – woran muss ich da denken? Könnt ihr alles bewältigen?
Adrie den Dulk: Nein, ich möchte gar nicht alles bewältigen können. Nein, das ist … Aber was die Projektgröße angeht: Wir arbeiten auch an Rechenzentren. Das sind sehr große Projekte. Dafür haben wir ein festes Team. Das ist darauf spezialisiert.
Roel van Gils: Was ist dort vor allem los?
Adrie den Dulk: Vor allem große Kabeldurchführungen durch Wände hindurch zu den Servern. Aber auch die Feuerbeständigkeit von Wasserleitungen in demselben Gebäude. Denn ja, das betrifft nicht nur Kühlleitungen, sondern auch ganz normale Trinkwasserleitungen. Denn jedes Gebäude verfügt natürlich über eine Toilette. Und alles hat Versorgungswege, die durch Brandschutzwände verlaufen.
[22:32] Häufige Fehler bei Anschlüssen und Durchführungen
Roel van Gils: Wo läuft es am häufigsten schief?
Adrie den Dulk: Bei der Ausführung, sagen wir mal, des Übergangs vom nicht feuerbeständigen zum feuerbeständigen Bereich. Also auch vom Beton zu einer Wand – dieser Übergang. Dabei gibt es oft Missverständnisse darüber, wie Feuerbeständigkeit erreicht wird. Wie kann ich zum Beispiel meine Stahlleitung, die durch diese Wand verläuft, feuerfest machen? Ein Dichtungsmittel allein reicht oft nicht aus. Vor allem nicht bei einer Stahlleitung mit einem Durchmesser von etwa 200 Millimetern. Denn dann kann man sie zwar schön mit einem feuerbeständigen Acryl-Dichtstoff abdichten. Das hält zwar einiges ab. Aber nun ja, Stahl ist ein leitfähiges Material. Das Feuer ist also innerhalb von fünf Minuten auf der anderen Seite.
Roel van Gils: Ja, ja, ja. Aber gut, das wisst ihr ja.
Adrie den Dulk: Das wissen wir. Nur wissen das sehr viele andere Menschen nicht.
[23:26] Beratung und Lösungsansätze bei Brandschutzuntersuchungen
Roel van Gils: Aber denkt ihr auch darüber mit nach? Gebt ihr Ratschläge?
Adrie den Dulk: Wir empfehlen die Person, die die Empfehlung in unserem Namen ausspricht. Mein Berater, unser Brandschutzberater, gibt also in seinem Bericht auch eine Anwendungsempfehlung mit. Und genau damit heben wir uns von anderen ab. Es ist nicht so, dass wir nur festhalten: Es ist schlecht. Nein, wir geben auch eine Anwendungsempfehlung.
Roel van Gils: Auch dafür gibt es eine Lösung.
Adrie den Dulk: Und dann muss ich es nicht selbst machen. Ich muss nicht alles selbst umsetzen. Aber ich möchte, dass der Berater das aufgreift, dass es diese Richtung gibt.
[23:58] Flexibler Einsatz und Unterstützung bei der Durchsetzung
Roel van Gils: Angenommen, es wurde festgestellt, dass etwas getan werden muss. Kann man dann auch schnell handeln?
Adrie den Dulk: Ja, wir haben derzeit einen Kreis von 35 Leuten, darunter auch flexible Mitarbeiter, die wir daher flexibel dort einsetzen können, wo sie gebraucht werden. Das geht allerdings nicht innerhalb von zwei Tagen.
Roel van Gils: Nein, nein, aber du musst nicht monatelang warten.
Adrie den Dulk: Nein, man muss nicht monatelang warten. Und selbst wenn es Probleme mit der Sicherheitsregion geben sollte – etwa Bußgelder, Drohungen oder Ähnliches –, Wir haben auch einen Berater im Team, der die Sprache der Sicherheitsregion spricht. Und der kann oft die Situation entschärfen. Das ist also nicht immer ganz unwichtig.
Roel van Gils: Es geht also letztendlich vor allem um Schnelligkeit und Sicherheit?
Adrie den Dulk: Ja. Vor allem bei Türen und Fensterrahmen gibt es oft Lieferzeiten. Da es sich dabei natürlich um maßgefertigte Teile handelt. Also ja, da kommt es schon mal zu Lieferverzögerungen.
[24:51] Verantwortung der Gebäudeeigentümer für den Brandschutz
Roel van Gils: Ja, nein, ich verstehe. Die letzte Frage. Was würdest du dir wünschen, dass sich jeder, der für ein Gebäude verantwortlich ist, heute fragt?
Adrie den Dulk: Sieht mein Gebäude gut aus?
Roel van Gils: Ja, und wenn heute Nacht ein Feuer ausbricht?
Adrie den Dulk: Und mache ich das richtig? Also nach bestem Wissen und Gewissen.
Roel van Gils: Nach bestem Wissen und Gewissen.
Adrie den Dulk: Das finde ich am allerwichtigsten.
Roel van Gils: Und wenn man dieses Wissen nicht ganz selbst im Haus hat?
Adrie den Dulk: Ja, wenden Sie sich an uns oder an eines unserer Partnerunternehmen. Auch wir sind in den gesamten Niederlanden vertreten, können aber nicht überall gleichzeitig sein. Wenden Sie sich jedoch an ein kompetentes Beratungsunternehmen.
Roel van Gils: Ja, okay. Gut. Vielen Dank, Adrie.
Adrie den Dulk: Bitte sehr.
Roel van Gils: „Beton und Stahlbau“, der Podcast, ist eine Veröffentlichung der Louwers Mediagroep.



