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Nachhaltigkeit lässt sich nur erreichen, wenn man den Kontakt zueinander sucht

Nachhaltigkeit lässt sich nur erreichen, wenn man den Dialog sucht

Nachhaltigkeit lässt sich nicht im Alleingang erreichen. Diese Erkenntnis ist bei den fünf Hauptsponsoren des Beton Event 2026 fest verankert: GROENR-Beton, Ecocem, Heidelberg Materials, Renewi und Cugla. Das neue mehrjährige Thema des Beton Events, „Nachhaltigkeit durch Zusammenarbeit“, trifft genau das, was sie täglich in der Praxis erleben: Echter Fortschritt entsteht erst, wenn die Akteure in der Lieferkette frühzeitig den Weg zueinander finden.

Gemeinsam am Tisch, um voranzukommen

Für GROENR-Beton von BAM ist die Hauptsponsorschaft ein logischer Schritt.

‘Als Abnehmer von Betonprodukten betrachten wir die Zusammenarbeit als unverzichtbar’, sagt Erik Mangert, Abteilungsleiter Materialtechnologie bei BAM Infraconsult und Programmmanager für nachhaltigen Beton. ‘Man kann zwar sagen, was besser werden muss, aber letztendlich kommt man nur voran, wenn man sich gemeinsam an einen Tisch setzt und gemeinsam Lösungen entwickelt.’

Diese Zusammenarbeit findet nicht nur auf Führungsebene statt, sondern gerade auch inhaltlich zwischen Technologen und Produktspezialisten. ‘Wir suchen zunächst den technischen Ansatzpunkt: Steckt hier etwas Interessantes drin? Können wir unsere Innovationen gegenseitig stärken? Der Rest ergibt sich dann von selbst.’

Das führt zu konkreten Kooperationen. So arbeitet GROENR-Beton unter anderem mit Betonlieferanten, Fertigteilherstellern und Lieferanten von Zusatzstoffen zusammen. Auch zu anderen Hauptsponsoren bestehen bereits konkrete Verbindungen.

‘Mit Cugla haben wir einen Zusatzstoff entwickelt, der gut mit GROENR-Beton harmoniert. Und gemeinsam mit Ecocem untersuchen wir, wie sich deren ACT-Technologie mit unseren Anwendungen kombinieren lässt.’

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Vom eigenwilligen Pionier zur festen Größe im Bereich der Nachhaltigkeit

Auch für Ecocem passt das neue Thema nahtlos zur eigenen Mission. Das Unternehmen entwickelt Technologien, mit denen Zementmischungen weniger CO₂ ausstoßen.

‘Nachhaltigkeit liegt uns im Blut, und die Zusammenarbeit praktizieren wir eigentlich schon seit dem ersten Tag’, sagt Vertriebsleiter Jeroen Langenberg. ‘So wie unsere Produkte als nachhaltige Bindemittel fungieren, spielen auch wir eine verbindende Rolle auf dem Markt. Unsere Lösungen sind Teil des Puzzles, das wir gemeinsam mit unseren Kunden zusammensetzen.’

Laut Langenberg hat Ecocem in den letzten 25 Jahren erfahren, wie wichtig es ist, Akteure in einem traditionell geprägten Markt zum Handeln zu bewegen.

‘Als wir anfingen, galten wir als Pioniere. Erst sehen, dann glauben. Inzwischen zeigen wir, dass man nicht auf futuristische Lösungen warten muss. Mit realisierbaren Schritten kann man schon heute viel nachhaltiger gestalten.’

Das erfordert schon Mut. ‘Ich sehe Unternehmen, die sehr aktiv an der Verbesserung der Nachhaltigkeit arbeiten, während andere noch nicht genau wissen, was möglich ist. Für manche fühlt es sich noch wie ein großer Schritt an. Unsere Botschaft lautet: Es ist bereits jetzt möglich, lasst es uns gemeinsam angehen.’

Je früher man sich an den Verhandlungstisch setzt, desto größer ist der Nachhaltigkeitsgewinn

Bei Heidelberg Materials wird eine ähnliche Botschaft vermittelt. Geschäftsführer Bas Pije sieht täglich, wie viele Chancen verloren gehen, weil Lieferanten erst spät in den Bauprozess einbezogen werden.

‘Je früher man als Lieferkette zusammenarbeitet, desto größer sind die Nachhaltigkeitsgewinne, die man erzielen kann’, sagt er. ‘Derzeit werden oft schon in der Vorphase Entscheidungen getroffen, die nachhaltige Alternativen später unmöglich machen.’

Laut Pije liegt die Herausforderung nicht nur in der Technik, sondern vor allem in der Vorgehensweise und im Timing. ‘Wir bauen schon seit Tausenden von Jahren auf dieselbe Weise. Wenn man Prozesse ändern will, müssen alle Beteiligten in der Kette über ihren eigenen Schatten springen.’

Heidelberg Materials arbeitet daher gemeinsam mit Rijkswaterstaat, Bauunternehmen, Recyclingbetrieben und anderen Partnern an Pilotprojekten zu kreislauffähigen Materialien, neuen Zementsorten und recycelten Rohstoffen.

‘Bei Projekten rund um den Afsluitdijk und die A9 testen wir neue Anwendungsmöglichkeiten für recycelte Zuschlagstoffe und Zemente mit einem geringeren CO₂-Fußabdruck. Das sind keine theoretischen Ideen mehr: Es wird bereits umgesetzt.’

Der nächste Schritt besteht laut Pije darin, dass diese Pilotprojekte zur Standardpraxis werden. ‘Dann muss man also auch anders entwerfen, planen und Ausschreibungen durchführen. Darin liegt noch eine große Herausforderung.’

Kreislaufwirtschaft erfordert eine gute Zusammenarbeit innerhalb der Lieferkette

Auch Renewi sieht in der Zusammenarbeit den Schlüssel zu echter Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen liefert kreislaufwirtschaftliche Baustoffe, die unter anderem aus Bau- und Abbruchabfällen, teerhaltigem Asphaltgranulat und Erde gewonnen werden.

‘Ohne Zusammenarbeit entlang der gesamten Lieferkette lassen sich kreislaufwirtschaftliche Rohstoffe nicht erfolgreich einsetzen’, sagt Piter Brandenburg, kaufmännischer Leiter von ATM und CFS – Teil von Renewi. ‘Alle müssen sich daran beteiligen: Hersteller, Auftraggeber, Zertifizierungsstellen und die Regulierungsbehörden.’

Seiner Meinung nach stößt die Praxis noch oft an bestehende Normen und Gewohnheiten. ‘Die Zertifizierungsbranche basiert historisch gesehen auf Primärrohstoffen. Sobald man mit recycelten Materialien arbeiten möchte, muss die gesamte Lieferkette dies neu überdenken.’

Deshalb ist es Renewi wichtig, gerade jetzt als Hauptsponsor des Beton-Events sichtbar präsent zu sein. ‘Wir zeigen, dass kreislauffähige Baustoffe ihren Wert in der Praxis bereits unter Beweis gestellt haben und wir uns nicht mehr in einer Experimentierphase befinden. Dafür gibt es mittlerweile schöne Beispiele, die sowohl zuverlässig als auch nachhaltig sind.’

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Zusammenarbeit beginnt mit dem Austausch von Wissen

Auch Cugla arbeitet täglich mit Betonherstellern, Lieferanten und Forschungsinstituten zusammen, um nachhaltigere Betonmischungen zu ermöglichen.

‘Die Beteiligten wollen nachhaltiger werden, aber Leistung und Sicherheit müssen gewahrt bleiben’, sagt Geschäftsführer Arnold van Wetten. ‘Dann können Zusatzstoffe gerade die Brücke zwischen einem geringeren Zementverbrauch und gleichbleibender Leistung schlagen.’

Laut Arnold erfordert dies nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, sondern auch Spielraum im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. ‘Wir orientieren uns noch oft an Vorschriften, obwohl wir uns eigentlich viel stärker an der Leistung orientieren sollten. Wenn eine nachhaltigere Lösung die gleiche Leistung erbringt, muss es dafür gerade erst recht Spielraum geben.’

Cugla bemüht sich aktiv um diese Zusammenarbeit. So arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit Lieferanten und verschiedenen Partnern an Zusatzstoffen für nachhaltigere Betonmischungen und untersucht Anwendungsmöglichkeiten für Sekundärrohstoffe.

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‘Die wirklichen Fortschritte entstehen, wenn man aufeinander zugeht.’

Die Hauptsponsoren teilen letztendlich dieselbe Überzeugung: Eine nachhaltigere Gestaltung gelingt nur, wenn die Beteiligten häufiger und früher zueinander finden.

Nicht nur innerhalb der eigenen Lieferkette, sondern gerade auch zwischen Unternehmen, die sich früher vor allem als Lieferant, Auftraggeber oder Konkurrent gesehen haben.

Dazu gehört auch, neue Generationen einzubeziehen. Cugla sieht die Ergebnisse davon jedes Jahr auf dem „Experienceplein“ des Beton-Events, wo junge Fachkräfte einen Einblick in Forschung und Innovation im Bereich Beton erhalten.

‘Hier arbeiten mehrere Kollegen, die einst über das Beton Event mit uns in Kontakt gekommen sind’, erzählt Arnold van Wetten. ‘Eine von ihnen arbeitet mittlerweile sogar in unserer Abteilung für Forschung und Innovation, wo sie gemeinsam mit Partnern wie Renewi die Verwendung von Sekundärrohstoffen in Beton erforscht.’

‘Dass wir uns nun als Hauptsponsoren auch inhaltlich austauschen, sagt eigentlich schon alles’, fasst Erik Mangert zusammen. ‘Durch den Austausch und das Teilen von Wissen entstehen echte Fortschritte.’

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