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Sekundäre Stahlkonstruktionen tragen zu nachhaltigen und zukunftssicheren Gebäuden bei
Sekundäre Stahlkonstruktionen spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung nachhaltiger Bauprojekte.

Sekundäre Stahlkonstruktionen tragen zu nachhaltigen und zukunftsfähigen Gebäuden bei

Mehr bauen mit weniger Stahl

Obwohl im Bauwesen das Augenmerk oft auf der Haupttragkonstruktion liegt, liegt ein wesentlicher Teil der Effizienz moderner Gebäude in einem weniger sichtbaren Bestandteil: der sekundären Stahlkonstruktion. Laut Frans Romijn, Area Sales Manager Benelux bei Kingspan Structural Products, spielen gerade diese Konstruktionen eine immer größere Rolle bei der Realisierung nachhaltiger und kreislauforientierter Bauprojekte.

Sekundärstahlkonstruktionen bilden das verbindende Element zwischen der Haupttragkonstruktion und der Gebäudehülle. Dabei handelt es sich um bautechnische Bauteile wie Pfetten und Wandriegel, an denen Dach- und Fassadensysteme befestigt werden. “Sie sind vielleicht weniger sichtbar als die Hauptkonstruktion, aber ohne sekundäre Stahlkonstruktionen kann ein Gebäude nicht wie vorgesehen funktionieren”, erklärt Romijn. “Sie sorgen für die Abstützung von Fassaden, Dächern, Installationen und anderen Bauteilen.”

Kingspan liefert hierfür unter anderem die kaltgeformten Multibeam- und Multichannel-Profile. Diese Profile werden als Dachbalken, Wandträger und Tragkonstruktionen in den unterschiedlichsten Gebäuden eingesetzt, von Industriehallen bis hin zu Rechenzentren und Logistikzentren.

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Sekundäre Stahlkonstruktionen bilden das verbindende Element zwischen der Haupttragkonstruktion und der Gebäudehülle.

Anstieg bei kaltgewalzten Profilen

Die Nachfrage nach effizienteren Bauweisen hat den Markt für Sekundärstahlkonstruktionen in den letzten Jahren stark verändert. Während früher viele Gebäude fast ausschließlich aus warmgewalzten Stahlprofilen errichtet wurden, entscheiden sich Bauherren zunehmend für kaltgeformte Alternativen. Diese Entwicklung wird laut Romijn vor allem durch sich ändernde Anforderungen des Marktes vorangetrieben. “Projektentwickler und Bauunternehmer suchen immer häufiger nach Systemen, die weniger Material erfordern, schneller zu montieren sind und zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen beitragen.”

Kaltgeformte Stahlprofile erfüllen diese Anforderungen nahtlos. Laut Romijn liegt ihre Stärke im hohen Festigkeits-Gewichts-Verhältnis. Dank der optimierten Geometrie wird Stahl ausschließlich an Stellen eingesetzt, an denen dies konstruktiv erforderlich ist. “Mit kaltgeformten Profilen lassen sich die gleichen konstruktiven Leistungen mit deutlich weniger Material erzielen. Das führt nicht nur zu einer direkten Einsparung beim Stahlverbrauch, sondern senkt auch die Transportkosten und die Umweltbelastung eines Projekts.”

Nachhaltigkeit

Die Baubranche steht unter zunehmendem Druck, die CO₂-Emissionen von Gebäuden zu senken. Laut Romijn beginnt diese Nachhaltigkeitsoptimierung bereits in der Entwurfsphase. “Die größten Nachhaltigkeitsgewinne lassen sich erzielen, wenn man weniger Stahl verwendet und gleichzeitig sicherstellt, dass der eingesetzte Stahl eine möglichst geringe CO2-Bilanz aufweist. Mit unseren Multibeam- und Multichannel-Profilen vereinen wir beide Vorteile in einer Lösung.”

Neben dem geringeren Materialverbrauch spielt auch das Herstellungsverfahren eine Rolle. Kaltgeformte Stahlprofile weisen eine geringere CO₂-Belastung auf als viele herkömmliche warmgewalzte Alternativen. Zudem sind die Profile vollständig recycelbar. Kingspan bietet dieselben Profile außerdem in sogenanntem LEC-Stahl (Lower Embodied Carbon) an. Durch die geringeren CO₂-Emissionen dieses Stahls können Bauherren die Umweltbelastung ihres Projekts verringern. Dies kann dazu beitragen, Nachhaltigkeitsziele im Rahmen von Zertifizierungssystemen wie BREEAM zu erreichen. Damit unterstützen diese Lösungen einen nachhaltigeren Bauprozess.

Zirkularität 

Während es bei der Nachhaltigkeit jahrelang vor allem um die Energieeffizienz während der Nutzung eines Gebäudes ging, verlagert sich der Fokus zunehmend auf den gesamten Lebenszyklus. Dabei spielt die Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle. Sekundäre Stahlkonstruktionen eignen sich laut Romijn hervorragend für den demontierbaren Bau. Nahezu alle Verbindungen werden durch Schraubverbindungen realisiert, wodurch Bauteile einfach demontiert und wiederverwendet werden können. “Das Interesse an der Wiederverwendung wächst rasant. Gebäude müssen immer häufiger anpassbar sein, und Materialien müssen ein zweites Leben erhalten können. Unsere Profile passen perfekt dazu.”

Datenzentren

Die Vorteile von Sekundärstahlkonstruktionen kommen vor allem in Gebäuden mit großen Dach- und Fassadenflächen zum Tragen, wie beispielsweise in Logistikzentren und Rechenzentren. Dort ermöglichen die leichten Profile große Spannweiten, ohne die Haupttragkonstruktion unnötig zu belasten. “Aber das Anwendungsspektrum ist breiter, als viele Menschen denken”, betont Romijn. “So werden unsere Profile beispielsweise auch als Tragkonstruktion für Solarüberdachungen über Parkplätzen und als Träger in Zwischenböden eingesetzt.”

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Sekundäre Stahlkonstruktionen eignen sich hervorragend für den demontierbaren Bau.

Digitalisierung 

Für die kommenden Jahre erwartet Romijn weitere Entwicklungen in den Bereichen Materialoptimierung, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft. Mithilfe von BIM-Modellen und fortschrittlicher Konstruktionssoftware lassen sich Profile immer präziser auf projektspezifische Belastungen abstimmen. In Kombination mit der Vorfertigung, Automatisierung und Robotisierung entsteht seiner Meinung nach ein Bauprozess, der schneller, effizienter und nachhaltiger ist als je zuvor. “Der Fokus verlagert sich zunehmend auf die gesamten Umweltauswirkungen eines Gebäudes. Genau aus diesem Grund werden kaltgeformte Stahlprofile eine immer größere Rolle in zukunftssicheren Bauprojekten spielen.”   

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