Plattform zu Beton und Stahl im Bauwesen
Seit fast 40 Jahren ein Begriff in der unabhängigen Materialforschung
Untersuchung von Bohrkernen aus den Landköpfen und Pfeilern der Haringvlietbrücke durch das Nebest-Labor hinsichtlich Karbonatisierungstiefe, Chloridgehalt, Druckfestigkeit und Spaltzugfestigkeit.

Seit fast 40 Jahren ein Begriff in der unabhängigen Materialforschung 

Von der Schnellanalyse bis zur Komplettlösung

Beton, Metall, Stein, Beschichtungen, biobasierte Materialien und sogar Mikroorganismen: Bei Nebest Laboratorium B.V. dreht sich alles um zuverlässige Materialforschung. Das in Vianen ansässige Labor ist eine eigenständige Einheit innerhalb der Nebest Adviesgroep und beschäftigt sich seit fast vierzig Jahren unabhängig mit der Bewertung von Baustoffen. Maurice Walrave und Rob Pooters gewähren uns einen Einblick hinter die Kulissen und berichten über aktuelle Fragen aus der Branche. Und darunter sind durchaus überraschende Themen…

Das Labor von Nebest wurde 1988 gegründet und knüpft an eine lange Tradition mit bekannten Namen wie Koning, Bienfait und dem BAM Betonlab an. Im Laufe der Jahre hat es sich zu einem breit aufgestellten Prüf- und Forschungszentrum mit sechs Spezialgebieten entwickelt: Beton, Metall/Stahl, Stein, Beschichtungen, biobasierte Materialien (insbesondere Holz) sowie mikrobiologischer Befall von Metallen und Holz. “Neben unseren Schwesterunternehmen werden wir auch häufig von Ingenieur- und Beratungsbüros, Bauunternehmern und Lieferanten von Baumaterialien beauftragt, die Materialuntersuchungen an uns auslagern”, sagt Walrave, Leiter des Nebest-Labors. 

Gesamtlösung

Eine der Stärken von Nebest Laboratorium ist der praxisorientierte Ansatz. Laborant Pooters kann dies bestätigen und sagt: “Auftraggeber müssen nicht immer selbst Proben einreichen. Auf Wunsch entnehmen wir die Proben selbst oder holen Bohrkerne, Wasserproben oder andere Proben vor Ort ab. In dringenden Fällen ist es manchmal sogar möglich, die Untersuchungen noch am selben Tag durchzuführen und die Ergebnisse zu berichten.” Dieser Ansatz und diese Flexibilität sind laut Walrave vor allem bei dringenden Fragestellungen im Bauwesen und in der Infrastruktur von großem Wert.

Chloride, Aufbereitungswasser und versteckte Risiken

Aktuelle Anfragen aus der Praxis zeigen, wie breit das Tätigkeitsfeld ist. “Es besteht eine große Nachfrage nach Analysen von Chloriden in Beton”, bemerkt Walrave. “Chloride sind an sich nicht schädlich für Beton, können aber zur Korrosion der Bewehrung führen, mit allen damit verbundenen Folgen.” Auch die Untersuchungen zum Anmachwasser für Beton und Injektionsmörtel nehmen laut Pooters zu. “Da die Beschaffung von Trinkwasser kostspielig sein kann, möchten Bauunternehmer wissen, ob Wasser aus einem nahegelegenen Graben, Fluss oder Kanal für die Verwendung geeignet ist. Wir prüfen die Proben dann gemäß der Norm NEN-EN 1008.” Darüber hinaus beschäftigen sich die Laboranten intensiv mit der Untersuchung der Wiederverwendung von Stahl aus bestehenden Bauwerken, einschließlich Analysen auf Schwermetalle und Chrom-6.

Befall durch Mikroorganismen

Ein relativ neues Spezialgebiet des Nebest-Labors ist die MIC-Untersuchung (mikrobiologisch bedingte Korrosion) in der Abteilung Microbio. “Wir stellen fest, dass insbesondere Stahl nicht nur durch Rost, sondern auch durch Mikroorganismen angegriffen werden kann”, sagt Walrave. “Wir haben einen eigenen Forschungsbereich mit standardisierten Testmethoden eingerichtet, um festzustellen, welche Mikroorganismen in welchen Konzentrationen vorhanden sind. Die Ergebnisse helfen Auftraggebern dabei, zu entscheiden, ob Maßnahmen erforderlich sind, um weitere Schäden zu verhindern. In Zusammenarbeit mit den Metallfachleuten unseres Schwesterunternehmens Nebest können anschließend auch Sanierungs- und Instandhaltungsempfehlungen erstellt werden.”

Innovationslabor

Seit Anfang 2026 verfügt Nebest Laboratorium über ein eigenes Innovationslabor. Dort werden Testergebnisse in praktische Erkenntnisse über Lebensdauer, Wartung, Risiken und Anwendbarkeit von Materialien umgesetzt. “Es ist vor allem ein Ort, an dem wir kleineren Unternehmen die Möglichkeit bieten, neue Materialien zu erforschen, wobei der Schwerpunkt auf biobasierten Anwendungen liegt”, erklärt Walrave. “Das ist eine Win-win-Situation, denn natürlich lernen auch wir dabei wieder dazu.”

“Wir arbeiten an der Schnittstelle zwischen Technik und Wissenschaft”, fasst er zusammen. “Indem wir genau auf die Bedürfnisse des Marktes eingehen und neue Untersuchungsmethoden entwickeln, helfen wir unseren Auftraggebern nicht nur dabei, Probleme zu verstehen, sondern auch, diese zu lösen und zu vermeiden.” Mit diesem Ansatz will Nebest Laboratorium in den kommenden Jahren als Kompetenzpartner für die Bereiche Bauwesen, Infrastruktur, Wasserbau und Industrie mit physikalischen, chemischen und mikroskopischen Untersuchungen weiter wachsen.   

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