Von schweren Fundamentelementen und Kabelkanälen bis hin zu Spaltwänden und Sonderanfertigungen für den Energiemarkt: Van Dijk Beton bewegt sich immer weiter in Richtung großformatiger Fertigbauteile. Mit der Investition in zwei ‘Wandformen’ macht das Unternehmen den nächsten Schritt. “Damit können künftig auch große, beidseitig glatte Wände im Stehverfahren hergestellt werden”, erklärt Geschäftsführer Henk Schaap begeistert. Dies eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten im Energie- und Industriesektor, und sogar der Bereich der Kläranlagen winkt…
Die Entwicklung der neuen Wandform ist kein Einzelfall. Van Dijk Beton hat sein Fertigteil-Portfolio in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert. Während sich die Produktion ursprünglich stark auf Fundamentelemente und Kabelkanäle konzentrierte, kamen später Anwendungen wie Spaltwände hinzu. Mit der neuen Form wird nun ein weiterer Schritt getan: Das Unternehmen kann nun große Wandelemente im Stehformverfahren und auf beiden Seiten vollkommen glatt herstellen.

Bei Energieprojekten werden immer höhere Anforderungen an die Optik der Trennwände gestellt, bemerkt Schaap. “Architektur und Ästhetik spielen im Entwurf eine immer wichtigere Rolle. Dies lässt sich beispielsweise durch die Gestaltung von Wänden mit Rillen oder Lamellen erreichen, wodurch ein Gebäude ein markanteres Erscheinungsbild erhält. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Wänden, bei denen beide Seiten glatt und eben verarbeitet sind. Deshalb haben wir bewusst in neue Formen investiert, die diese beidseitig glatte Ausführung ermöglichen. Die Form ist 13 Meter lang und 3,5 Meter hoch. Je nach Dicke und Ausführung wiegen die Elemente zwischen 25 und 35 Tonnen.” Die Investition knüpft zudem an die Erweiterung an, die Van Dijk Beton bereits im Jahr 2025 realisiert hat. “Damals wurde mit zwei Kipptischen in die Produktion dünnerer Wandelemente investiert. Durch die Kombination dieser Kapazität mit der neuen Standwandform entsteht nun ein breiteres Produktionsspektrum. Dadurch steht auch mehr Kapazität für die tragenden Wände der GIS- und MS-Gebäude in den Energieversorgungsanlagen zur Verfügung.”

Die Investitionen sind Teil einer umfassenderen Entwicklung. Schaap: “Fertigbauteile werden für komplexe Infrastrukturprojekte und Projekte im Wasserbau immer interessanter. So sind wir mittlerweile an der Vorbereitung von Fertigbauteilen für den Bau und die Sanierung einer Kläranlage beteiligt. Im Auftrag von Van Hattum und Blankevoort haben wir den Entwurf gemeinsam von der Entwurfsphase (DO) bis zur Ausführungsphase (UO) ausgearbeitet. Dabei handelt es sich unter anderem um eine neue Annahmestation und Feldschächte, die alle in Fertigbauweise ausgeführt und auf der Baustelle zusammengebaut werden. Die Gewichte reichen von Elementen mit 21 Tonnen bis hin zu zusammengesetzten Konstruktionen mit bis zu 73 Tonnen.”

In Zusammenarbeit mit Cella Kelderbouw hat Van Dijk Beton im März zudem mit der Produktion von Fertigteilwänden für versenkbare Keller begonnen. “Eine Zusammenarbeit, die innerhalb von zwei Monaten zu einer neuen Tischform mit allen erforderlichen Vorrichtungen geführt hat”, sagt Schaap. “Mittlerweile ist das zehnte Projekt in Arbeit. Wir statten die Wände mit Bewehrungsstäben für den sogenannten Nassknoten, Bewehrungskörben, Schneidmessern usw. aus. Auf Wunsch versehen wir die Wände ab Werk auch noch mit einer Dämmung.”
Van Dijk Beton zeigt damit, dass Fertigbau nicht bei einzelnen Elementen endet. “Mit Projekten im Energiemarkt, im Zweckbau und in der Abwasserreinigung beweisen wir, dass wir unsere Kunden mit immer größeren, komplexeren und vielschichtigen Fertigbaulösungen unterstützen. Gleichzeitig verlieren wir unsere ‘Wurzeln’ nicht aus den Augen und bleiben auch weiterhin der Partner für kleinere Fertigteilprojekte, wie beispielsweise Stadtmobiliar, Stützmauern für den Grünbereich sowie (Sockel und Säulen für) Lärmschutzwände. Auch diese Produkte können glatt, mit Rillen oder anderen spezifischen Strukturen ausgeführt werden.”