Beton entwickelte sich ab den 1960er- und 1970er-Jahren zum wichtigsten Baumaterial für Brücken, Tunnel, Kaimauern und Gebäude. Er bot Architekten neue kreative Freiheiten, ermöglichte Ingenieurbüros den Bau hoher Türme und großer Spannweiten und erlaubte Bauunternehmern, schnell und effizient zu bauen. Doch trotz seines Rufs als langlebiges Material altert auch Beton. Heute beobachten wir immer häufiger Schäden sowohl an Ingenieurbauwerken als auch an Gebäuden, was eine Betonsanierung erforderlich macht.
Studien zeigen jedoch, dass viele Sanierungen innerhalb von zehn Jahren erneut versagen. Das ist bemerkenswert, denn das Wissen zur Durchführung nachhaltiger Sanierungen ist reichlich vorhanden. Deshalb bündeln FEREB und ihre Mitglieder ihre Kräfte, um eine nachhaltige Betonsanierung aktiv zu fördern.

Betonschäden entstehen durch eine Vielzahl von Faktoren. Manchmal ist die geplante Lebensdauer einfach überschritten, oft spielen jedoch auch Planungs- oder Ausführungsfehler eine Rolle. Auch äußere Einflüsse wie chemische Korrosion, Frost, mangelnde Instandhaltung oder die bekannte Korrosion der Bewehrung durch Karbonatisierung und Chloride sind wichtige Ursachen. Darüber hinaus gibt es seltener auftretende Schadensprozesse wie die Alkali-Silica-Reaktion (ASR) und die Ettringitbildung. Obwohl diese komplexer sind, bedeuten sie nicht zwangsläufig, dass ein Bauwerk verloren ist. Mit einer rechtzeitigen Diagnose und einer sorgfältig durchgeführten Instandsetzung lässt sich die Lebensdauer erheblich verlängern.

Eine korrekte Diagnose ist entscheidend. Eine vorab durchgeführte Untersuchung durch ein spezialisiertes Ingenieurbüro oder einen Architekten ermittelt nicht nur die Ursache und das Ausmaß des Schadens, sondern auch, ob eine Instandsetzung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Grunduntersuchung umfasst unter anderem:
• Sichtprüfung
• Aufspüren von Hohlräumen und Ablösungen
• Messung der Oberflächenhärte
• Ortung der Bewehrung und Bestimmung der Betondeckung
• Messung der Karbonatierungstiefe
• Analyse des Chloridgehalts
• Feststellung einer Exposition gegenüber Chemikalien oder Witterungseinflüssen
Falls erforderlich, werden zusätzliche Tests in einem spezialisierten Labor durchgeführt. Auf der Grundlage dieser Diagnose wird die Sanierungsmethode festgelegt und die geeigneten Produkte ausgewählt.
Eine nachhaltige Betonsanierung stützt sich auf drei Säulen: eine korrekte Diagnose, die richtigen Produkte und einen erfahrenen Bauunternehmer. Deshalb wird vorzugsweise mit BENOR-zertifizierten Bauunternehmern (Mitglieder der FEREB) und Betonsanierungsprodukten gearbeitet. Die Sanierung erfolgt in der Regel in mehreren Schritten:
• Entfernung von beschädigtem Beton durch mechanische Verfahren oder Hydrodemolition
• Nachweis der Karbonatisierung mit Phenolphthalein
• Reinigung und gegebenenfalls Austausch der Bewehrung
• Aufbringen von Schutzschichten auf die Bewehrung
• Vorbereitung des Untergrunds durch gründliche Reinigung
• Auftragen von Sanierungsmörtel, manuell oder maschinell aufgespritzt
• Oberflächenbehandlung für ein glattes und ästhetisches Ergebnis
Reparaturmörtel müssen der Norm NBN EN 1504 entsprechen und vorzugsweise BENOR-geprüft sein. Der Mischvorgang ist entscheidend: Eine korrekte Wasserdosierung und Mischzeit bestimmen die Homogenität und Verarbeitbarkeit.

Um Reparaturen dauerhaft zu machen, werden häufig zusätzliche Schutzschichten aufgetragen. Je nach Situation kann es sich dabei um Folgendes handeln:
• Kathodischer Korrosionsschutz
• Abdichtung
• Karbonatisierungshemmende Beschichtungen
• Verschleißfeste oder chemikalienbeständige Schichten
• Brandschutz
Eine Qualitätskontrolle während und nach den Arbeiten ist unverzichtbar. Haftungsprüfungen und andere Tests werden gemäß einem vorab festgelegten Kontrollplan und den eventuellen Anforderungen der Versicherer durchgeführt.

Eine Reparatur ist kein Endpunkt. Regelmäßige Wartung und Überwachung sind notwendig, um neue Schäden zu vermeiden. Der Eigentümer oder Verwalter überwacht die Alterung des Bauwerks und schützt es bei Bedarf vor Witterungseinflüssen, eindringendem Wasser, chemischer Zersetzung, mechanischer Beanspruchung und Feuer.
In Zusammenarbeit mit FEREB bieten Versicherungsgesellschaften heute 10-jährige Garantieversicherungen für Betonsanierungen an. Wenn alle Anforderungen erfüllt sind, erhält der Bauherr Sicherheit für seine Investition, und die Finanzierung wird vereinfacht.

Beton ist stark und langlebig, aber nicht unzerstörbar. Schäden entstehen durch Witterungseinflüsse, die Umgebung und manchmal auch durch Fehler. Dennoch ist eine dauerhafte Instandsetzung durchaus möglich. Wer sich für eine gründliche Diagnose, erfahrene, BENOR-zertifizierte Bauunternehmer und hochwertige Produkte entscheidet, erhält ein Ergebnis, das erneut Jahrzehnte lang hält.
Eine nachhaltige Betonsanierung schafft Vertrauen bei Eigentümern und Nutzern, verlängert die Lebensdauer von Bauwerken und steigert den Wert jedes Projekts.
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